09:49 15 Dezember 2019
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    Historisches Forum: Russland gegen Arktis-Ansprüche von EU, China und Indien

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    In Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens, wird heute eine zweitägige Ministertagung des Arktis-Rates, eröffnet, schreibt die Zeitung „Kommersant“.

    In Kiruna, der  nördlichsten Stadt Schwedens, wird heute eine zweitägige Ministertagung des Arktis-Rates, eröffnet, schreibt die Zeitung „Kommersant“. 
     
    Der 1996 gegründeten internationalen Organisation gehören Russland, die USA, Kanada, Dänemark, Island, Norwegen, Schweden, Finnland sowie sechs Dachorganisationen der Ureinwohner der Arktis an. 
     
    Russland wird bei der Tagung von Außenminister Sergej Lawrow vertreten. Eine „Kommersant“-Quelle im russischen Außenamt bezeichnete dieses Forum als historisch. Ein weiterer Gesprächspartner der Zeitung fügte hinzu, dass es für Moskau „von enormer geopolitischer Tragweite“ ist. Nach Angaben der Zeitung wird Russland versuchen, den Rat von der  Unangemessenheit der Arktis-Ansprüche „nichtregionaler Akteure“ wie der Europäischen Union, China und Indien sowie einer Reihe weiterer Länder und Organisationen zu überzeugen.
     
    Diese Akteure wollen dem Arktis-Klub als ständige Beobachter beitreten, so das Blatt. Dabei sind die EU und China schon Interimsbeobachter. Dänemark, Schweden und Finnland unterstützen aktiv die Idee, die EU mit einem ständigen Beobachterstatus auszustatten. Außerdem plädieren die skandinavischen Staaten und Island dafür, dass auch China einen solchen Status erhält.
     
    Sollte es Russland gelingen, seinen Standpunkt durchzusetzen, so drohen seine Opponenten mit der Bildung einer alternativen Organisation zum Arktis-Rat, um die Region in „Allgemeingut“ umzuwidmen, wie das bereits bei der Antarktis der Fall sei. Experten erwarten, dass diese Initiative über die UN-Vollversammlung vorgebracht werden soll. Das Ergebnis wäre für Russland äußerst ungünstig.
     
    Auf dem Terminplan des russischen Außenministers steht eine Reihe von Treffen am Rande des Forums.

     
    Am späten Abend soll Lawrow mit US-Außenminister John Kerry zusammentreffen, um die Pläne für eine internationale Syrien-Konferenz zu prüfen. Wie RIA Novosti in Erfahrung brachte, wurden die Verhandlungen der beiden Minister buchstäblich im letzten Augenblick vereinbart.
     
    In der vorigen Woche hatte Lawrow nach umfassenden Verhandlungen mit Kerry mitgeteilt, man sei übereingekommen, die syrische Regierung und die Opposition zu einem Dialog zu bewegen. Zu diesem Zweck wurde beschlossen, eine internationale Konferenz einzuberufen, die die Fortsetzung des Treffens der „Syrien-Aktionsgruppe“ im Juni 2012 in Genf darstellen soll. Eine Reihe von EU-Ländern billigte diese Initiative.

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