09:42 02 Juni 2020
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    Russischer Ex-Spion hat Details zu Litwinenko-Giftmord – „Independent“

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    Der Fall Litwinenko (147)
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    Ein ehemaliger russischer Spion kann Angaben zum Tod des Ex-Geheimdienstoffiziers Alexander Litwinenko machen, schreibt die Online-Version des „Independent“ in der Nacht auf Montag.

    Ein ehemaliger russischer Spion kann Angaben zum Tod des Ex-Geheimdienstoffiziers Alexander Litwinenko machen, schreibt die Online-Version des „Independent“ in der Nacht auf Montag.

    Die britische Zeitung beruft sich dabei auf einen anonymen Insider, der sich derzeit in den USA aufhält. Die Quelle soll mit Litwinenko in den letzten Lebensmonaten des ehemaligen FSB-Agenten zusammengearbeitet haben. 

    Laut dem „Independent“ ist die britische Seite so sehr an den neuen Informationen, die der „ehemalige russische Spion“ liefern kann, interessiert, dass Mitarbeiter der Anti-Terror-Polizei drei Mal in die USA gereist waren, um ihn zu überzeugen, im Rahmen der offenen Ermittlungen auszusagen. 

    Eine der „Spuren“ dreht sich um die Arbeit Litwinenkos bei der britischen Privatfirma Titon International, so die Internet-Zeitung. 

    Wie am Freitag war bekannt wurde, hatte Untersuchungsrichter Robert Owen, der die Untersuchung leitet, entschieden, dass die Indizien für eine mögliche Verwicklung Russlands in den Tod Litwinenkos im Rahmen des Ermittlungsverfahrens nicht „als bedeutend“ betrachtet werden können. Owen fordert anstelle des Verfahrens unter Ausschluss der Öffentlichkeit, zu dem auf Ersuchen des Außenministeriums einige Materialien nicht zugelassen wurden, eine öffentliche Ermittlung unter Heranziehung von Geheimdokumenten der britischen Regierung. 

    Die Witwe des ehemaligen FSB-Offiziers, Marina Litwinenko, und ihre Anwälte hatten sich zuvor bereits mit einem Dringlichkeitsantrag auf ein offenes Verfahren an den Untersuchungsrichter gewandt. 

    Litwinenko war im Jahr 2000 nach Großbritannien geflüchtet, wo er am 23. November 2006 starb.  Die britische Health Protection Agency stellte nach Litwinenkos Ableben in dessen Körper eine tödliche Menge der radioaktiven Substanz Polonium-210 fest. Der Hauptverdacht fiel auf den russischen Unternehmer und Abgeordneten Andrej Lugowoi, der seinerseits sämtliche Anschuldigungen als politisch motiviert zurückweist.

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