04:33 25 September 2017
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    Anschlag in Moskau vereitelt – „Terroristen warfen sich Schüssen entgegen“

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    Die russischen Behörden haben am Montag nach eigenen Angaben einen Terroranschlag in Moskau vereitelt. Medien berichten nun über Details des Sondereinsatzes im Moskauer Vorort Orechowo-Sujewo, bei dem zwei mutmaßliche Terroristen getötet und ein weiterer festgenommen wurden.

    Die russischen Behörden haben am Montag nach eigenen Angaben einen Terroranschlag in Moskau vereitelt. Medien berichten nun über Details des Sondereinsatzes im Moskauer Vorort Orechowo-Sujewo, bei dem zwei mutmaßliche Terroristen getötet und ein weiterer festgenommen wurden.

    Das russische Antiterror-Komitee (NAK) hatte am Montagnachmittag bekannt gegeben, dass Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes FSB in Orechowo-Sujewo zwei Terroristen getötet und einen weiteren gefangen genommen hätten. Bei dem Schusswechsel sei ein FSB-Mitarbeiter verletzt worden. Präsident Wladimir Putin wurde über die Operation informiert, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mitteilte.

    Verdächtige sprangen aus dem Fenster

    In der Kleinstadt knapp 100 Kilometer östlich von Moskau herrschte seit Montagmorgen dicke Luft, berichtet die Onlinezeitung Gazeta.ru. Ungewöhnlich lange Autostaus legten den Straßenverkehr lahm. Die Polizei umzingelte ein Wohnhaus im Stadtkern. „Es wurde verkündet, dass eine Polizeiübung abgehalten wird“, teilte Stadtbewohner Alexej mit. 

    Am Mittag fielen Schüsse. Ihnen war laut Augenzeugen ein lauter Knall vorausgegangen. „Es gab mehrere lange Feuerstöße“, schrieb Stadtbewohner Michail Subarew in einem sozialen Netzwerk. „Es wurden offenbar nicht zwei, sondern mehr Menschen getötet“, mutmaßte eine weitere Augenzeugin. „Es gab viele Schüsse.“

    Das Nachrichtenportal Oz-on.ru berichtete über eine vor dem Haus auf dem Boden liegende Leiche. „Das Haus ist vom FSB abgesperrt. Nach Augenzeugenberichten sprangen zwei Menschen aus dem zweiten Stock, Männer in Uniform eröffneten auf sie das Feuer.

    Seit langem observiert

    Nach Angaben der Anti-Terror-Behörde NAK sind alle drei Verdächtige russische Staatsbürger, die in Afghanistan bzw. Pakistan eine Kampfausbildung durchlaufen hatten. „Die Banditen wurden umstellt. Auf die Forderung, sich zu ergeben, eröffneten sie das Feuer“, teilte NAK-Sprecher Dmitri Pawlow Gazeta.ru. mit. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden zwei Terrorverdächtige getötet, ein weiterer wurde festgenommen.

    Nach inoffiziellen Angaben wurden die mutmaßlichen Terroristen seit einem Monat observiert. Alle drei seien Islamisten und aus dem pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan angereist, das als Zufluchtsort für Taliban und Al-Qaida gilt. Zudem werden sie auf mögliche Beziehungen zur terroristischen Islamischen Bewegung von Usbekistan überprüft.