20:19 26 September 2017
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    Moskau enttäuscht über gescheiterte UN-Ermittlung zu C-Waffen in Syrien

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    C-Waffen in Syrien (598)
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    Russland ist laut Außenminister Sergej Lawrow darüber enttäuscht, dass die Vereinten Nationen der Bitte der syrischen Regierung, zum mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in Aleppo zu ermitteln, nicht nachgekommen sind.

    Russland ist laut Außenminister Sergej Lawrow darüber enttäuscht, dass die Vereinten Nationen der Bitte der syrischen Regierung, zum mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in Aleppo zu ermitteln, nicht nachgekommen sind.

    Statt auf die syrische Bitte schnell zu reagieren, habe das UN-Sekretariat „wegen politischer Spiele“ Vorbedingungen gestellt, „die nach unserer Einschätzung absolut grundlos sind und eine konkrete Mission in einem konkreten Gebiet scheitern ließen“, sagte Lawrow am Freitag in Moskau nach Verhandlungen mit seinem bosnischen Amtskollegen Zlatko Lagumdžija.

    Die syrische Regierung hatte Ende März behauptet, dass die Rebellen, die sich seit zwei Jahren blutige Gefechte gegen die Regierungsarmee liefern, in der nördlichen Provinz Aleppo Chemiewaffen eingesetzt und mindestens 25 Menschen getötet hätten. Die Opposition wies den Vorwurf von sich und beschuldigte die Regierungsarmee des Einsatzes einer Rakete mit chemischen Substanzen. Damaskus forderte eine UN-Ermittlung. Auch Russland forderte eine sorgfältige genaue Aufklärung.

    Die Vereinten Nationen schickten eine Ermittlungskommission nach Syrien. Diese blieb jedoch auf halbem Wege in Zypern stecken, nachdem die syrische Regierung bekannt gegeben hatte, vorerst nur den Vorfall in Aleppo aufklären zu lassen. Nach Ansicht des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon müsste sich die Arbeit der Mission auf ganz Syrien erstrecken.

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