14:40 23 September 2017
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    EU warnt vor militärischem Eingreifen in Syrien

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Die Europäische Union macht sich für eine friedliche Beilegung des andauernden Krieges in Syrien stark und ruft die Konfliktparteien auf, an der anstehenden Friedenskonferenz in Genf teilzunehmen.

    Die Europäische Union macht sich für eine friedliche Beilegung des andauernden Krieges in Syrien stark und ruft die Konfliktparteien auf, an der anstehenden Friedenskonferenz in Genf teilzunehmen.

    Ein militärisches Eingreifen würde den Syrien-Konflikt weiter anschwellen lassen und die Risiken verschärfen, warnte Michael Mann, Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, am Freitag in Brüssel.

    Die Europäische Union sei fest davon überzeugt, dass der Syrien-Konflikt nur friedlich beigelegt werden könne und rufe die syrische Regierung und die Opposition auf, an der internationalen Konferenz in Genf teilzunehmen.

    Die neue Syrien-Konferenz soll auf Anregung Russlands und der USA bereits im Juni zustande kommen und Wege für eine friedliche Beilegung des seit mehr als zwei Jahren andauernden Konfliktes in dem vorderasiatischen Land aufzeigen. Die erste Syrien-Konferenz hatte am 30. Juni 2012 in Genf stattgefunden und die Bildung einer Übergangsregierung in dem Bürgerkriegsland empfohlen.

    In Syrien dauern seit März 2011 schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen an. Laut den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten mehr als 80 000 Menschen getötet worden. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen.

    Die Opposition lehnt Friedensverhandlungen mit Assad und seinen Anhängern ab und hat ihre Teilnahme an der Konferenz von der Erfüllung von Vorbedingungen abhängig gemacht, die für die Regierung offenbar nicht hinnehmbar sind.

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