20:04 23 September 2017
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    Sberbank-Chef Gref hofft auf Rückkehr von Top-Ökonom Gurijew aus dem Ausland

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    Sberbank-Chef German Gref rechnet nach eigenen Worten damit, dass der Top-Ökonom Sergej Gurijew, der sich zurzeit in Frankreich aufhält, auch weiterhin in Russland arbeiten wird.

    Sberbank-Chef German Gref rechnet nach eigenen Worten damit, dass der Top-Ökonom Sergej Gurijew, der sich zurzeit in Frankreich aufhält, auch weiterhin in Russland arbeiten wird.

    Am Vortag war Gurijew von seinem Amt als Rektor der Russischen Wirtschaftshochschule zurückgetreten.

    Gref bezeichnete Gurijew als einen „sehr effektiven, hochprofessionellen und kompromisslosen“ Fachmann.

    „Ich hoffe, dass die Umstände, die ihn zu diesem Schritt gezwungen haben, nicht endgültig sind“, äußerte Gref am Freitag vor Journalisten.

    Zuvor hatte Zentralbankchef Sergej Ignatjew, der am Freitag zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates des größten russischen Geldinstituts wiedergewählt wurde, geäußert: „Es ist schlimm, dass solche Menschen das Land verlassen.“

    Bereits in dieser Woche war öffentlich geworden, dass Gurijew, der zu Russlands Top-Ökonomen zählt, das Amt des Rektors der Russischen Wirtschaftshochschule niederlegen und nicht mehr für den Aufsichtsrat des größten Geldhauses Russlands, Sberbank, kandidieren will.

    Das Ermittlungskomitee Russlands hatte vor einigen Tagen bestätigt, dass Gurijew vor kurzem vernommen wurde. Dabei sei es um „den Fall Yukos“ gegangen.

    Gurijew war nach eigenen Angaben im Zeitraum von Februar bis April dreimal vernommen worden. Der Experte hatte 2011 im Auftrag des Menschenrechtsrats beim Präsidenten Russlands ein Gutachten zum „zweiten Fall Yukos“ verfasst. Darin bestritt er die Schuld des ehemaligen Yukos-Chefs Michail Chodorkowski.

    Gegenüber „New York Times“ betonte Gurijew, er habe „nichts Böses getan“. Er habe auch nie Geld von Yukos bekommen.

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