02:10 26 September 2017
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    Kirgistan verhängt nach Krawallen an größter Goldmine Ausnahmezustand

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    In Kirgistan ist ein Konflikt um Kumtor, die größte Goldmine des Landes, in Massenunruhen ausgewachsen. Dutzende Menschen wurden verletzt. Im Norden des Landes wurde der Ausnahmezustand verhängt.

    In Kirgistan ist ein Konflikt um Kumtor, die größte Goldmine des Landes, in Massenunruhen ausgewachsen. Dutzende Menschen wurden verletzt. Im Norden des Landes wurde der Ausnahmezustand verhängt.

    Am Dienstag hatten Hunderte Zivilisten im Gebiet Issyk-Kul die Zufahrtsstraße zu der Kumtor-Mine, die vom kanadischen Unternehmen Centerra Gold betrieben wird, blockiert und ein Umspannwerk, das das Goldbergwerk mit Strom versorgt, abgeschaltet. Die Demonstranten forderten vom kanadischen Minenbetreiber unter anderem den Bau mehrerer Kindergärten und eines Krankenhauses in der Region.

    Die Polizei konnte die Blockade erst am Freitag beenden und die mutmaßlichen Anstifter festnehmen. In mehreren Ortschaften am See Issyk-Kul kam es zu Zusammenstößen mit Demonstranten, die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein. Präsident Almasbek Atambajew verhängte über die Region den Ausnahmezustand. Wichtige Objekte werden von der Armee bewacht. Nach Angaben des kirgisischen Gesundheitsministeriums erlitten 55 Menschen, darunter 13 Polizisten, Verletzungen.

    Der Vertrag mit Centerra Gold war unter dem früheren Präsidenten Kurmanbek Bakijew geschlossen worden, der 2009 gestürzt wurde. Das kanadische Unternehmen bekam bedeutende Steuerpräferenzen. Die Regierung verhandelt jetzt über eine Revision Vertrags.

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