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    US-Datenspionage: Prism-Enthüller Snowden hofft auf politisches Asyl

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    US-Abhörskandal (486)
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    Der 29-jährige Techniker Edward Snowden, der vier Jahre für den US-Geheimdienst NSA tätig war und den Abhör-Skandal um das Spähprogramm Prism ans Licht gebracht hatte, will Zuflucht in einem Land suchen, das „die Redefreiheit ernst nimmt“.

    Der 29-jährige Techniker Edward Snowden, der vier Jahre für den US-Geheimdienst NSA tätig war und den Abhör-Skandal um das Spähprogramm Prism ans Licht gebracht hatte, will Zuflucht in einem Land suchen, das „die Redefreiheit ernst nimmt“.

    Den Namen des Mannes, der sich öffentlich als Prism-Enthüller zu erkennen gegeben hatte, hatten am späten Montagabend die britische Zeitung „The Guardian“ und die amerikanische „The Washington Post“ veröffentlicht.

    Er wollte der Öffentlichkeit zugänglich machen, was die US-Regierung unter dem Vorwand der Sicherheit betreibt, begründete Snowden die Aufdeckung der Daten-Sammlung.

    Er suche „Zuflucht in einem Land, das an die Redefreiheit glaubt und gegen die Zerstörung der bürgerlichen Freiheiten auftritt“, sagte Snowden der amerikanischen Zeitung.

    Wie der 29-Jährige, der sich derzeit in Hongkong aufhält, weiter ausführte, habe er aus Streben nach Gerechtigkeit gehandelt. Ein weiterer Beweggrund sei gewesen, dass er „den Lügen der Politiker nicht länger Gehör schenken“ wollte.

    „Es ist wichtig, ein Signal an die Regierung zu senden, dass die Menschen sich nicht einschüchtern lassen“, so Snowden. „Allmählich werde ich mir dessen bewusst, dass Präsidenten offen lügen können, um an der Macht zu bleiben und dann die öffentlich gemachten Versprechen ohne Folgen zu brechen.“

    „The Guardian“ hatte am Donnerstag unter Hinweis auf eine geheime gerichtliche Anordnung berichtet, dass der US-Telefonanbieter Verizon drei Monate lang detaillierte Informationen über alle Telefonate ihrer Kunden an die Behörde weiterzuleiten hat.

    Die „Washington Post“ hatte ihrerseits über das geheime Programm „Prism“ berichtet, das Zugriff auf Daten bei Internet-Diensten wie Google, Facebook, Microsoft, Apple und Yahoo gewährt.

    US-Geheimdienstkoordinator James Clapper verurteilte die Veröffentlichungen als verwerflich und als eine Gefahr für die Sicherheit.

    Snowden ist nach eigenen Angaben als Mitarbeiter der externen Technologieberatung Booz Allen Hamilton für den US-Geheimdienst NSA tätig. Das Unternehmen erklärte bereits, die Übergabe geheimer Daten an die Medien sei ein grober Verstoß seitens seines Mitarbeiters, und gab seine Bereitschaft bekannt, zu den Ermittlungen beizutragen.

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