17:07 20 Januar 2020
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    Putin: Problem der verbrachten Kulturgüter nicht aufbauschen

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    Wladimir Putin hat am Freitag gewarnt, das Problem der Rückgabe von kriegsbedingt verbrachten Kulturgütern aufzubauschen. Diese Frage sei sehr sensibel, sagte der russische Präsident auf einer Pressekonferenz mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Sankt Petersburg.

    Wladimir Putin hat am Freitag gewarnt, das Problem der Rückgabe von kriegsbedingt verbrachten Kulturgütern aufzubauschen. Diese Frage sei sehr sensibel, sagte der russische Präsident auf einer Pressekonferenz mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Sankt Petersburg.

    „Das ist eine sehr sensible Frage, und zwar für die Zivilgesellschaften auf beiden Seiten“, äußerte Putin. „Wenn wir vorankommen wollen, sollten wir das Problem nicht aufbauschen, sondern müssen nach Lösungen suchen.“

    „Es lohnt sich für uns kaum, jetzt eine Diskussion zu eröffnen. Denn es werden sich auf der russischen Seite Menschen finden, die den Schaden, den unsere Kunst im Zweiten Weltkrieg erlitten hat, ausrechnen werden.“ Diese Richtung wäre falsch, sagte Putin. Stattdessen sollte man sich lieber in die Richtung bewegen, die von Kunstspezialisten aus beiden Staaten eingeschlagenen worden sei. Diese haben sich nämlich zusammengetan, um die Kunststücke dem breiten Publikum zu zeigen.

    Putin und Merkel wollen am Freitagabend nach Abschluss des Programms im Rahmen des Petersburger Wirtschaftsforums die Ausstellung „Bronzezeit - Europa ohne Grenzen“ in der Sankt Petersburger Eremitage besuchen. Medien hatten unter Berufung auf den Regierungssprecher Steffen Seibert berichtet, dass der Termin gestrichen worden sei. Die Ausstellung, für deren Eröffnung Ansprachen von Merkel und Putin vorbereitet worden waren, enthält, wie die deutsche Seite betonte, Exponate, die zur „Beutekunst” zählen und deren Rückgabe die deutsche Seite fordert. Es handle sich unter anderem um den „Goldschatz von Eberswalde”, der im Moskauer Puschkin-Museum gelagert wird.

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