10:22 24 September 2017
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    Snowdens Coup von langer Hand geplant

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    Ein Maulwurf und sein großer Wurf: Whistleblower Edward Snowden hatte sich von der CIA-Auftragnehmerfirma Booz Allen Hamilton einstellen lassen, um die Überwachungsmethoden von CIA und NSA aufzudecken, schreibt die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ unter Hinweis auf Snowden selbst.

    Ein Maulwurf und sein großer Wurf: Whistleblower Edward Snowden hatte sich von der CIA-Auftragnehmerfirma Booz Allen Hamilton einstellen lassen, um die Überwachungsmethoden von CIA und NSA aufzudecken, schreibt die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ unter Hinweis auf Snowden selbst.

    Als Systemadminstrator bei Booz Allen Hamilton konnte Snowden auf Geheimdokumente zugreifen, so die Zeitung. Zudem sei ihm eine Liste von Servern in aller Welt vorgelegen, auf die der US-Geheimdienst NSA Zugang hatte.

    Wie die „South China Post“ berichtet, hat Snowden nicht alle Dokumente, die er an sich gebracht hat, veröffentlicht. „Ich muss alles ansehen, bevor ich es an Journalisten weitergebe“, zitiert die Zeitung den Aufdecker. 

    Edward Snowden, ehemaliger Mitarbeiter der US-Beratungsfirma Booz Allen Hamilton, einem Auftragnehmer der CIA, hatte Anfang Juni die geheim gehaltene Gerichtsorder, laut der die US-Geheimdienste Zugang zu allen Telefonaten des Mobilfunkbetreibers Verizon erhalten haben, veröffentlicht und der Presse Informationen zu dem streng geheimen Späh-Programm der US-Agentur für Nationale Sicherheit (NSA) zugespielt. Später wurde durch ihn auch das nicht minder umfangreiche britisch-amerikanische Überwachungsprogramm Tempora und die angebliche Datenspionage  der US-Geheimdienste in China bekannt.

    Die USA hatten bereits am 14. Juni gegen Snowden Anklage wegen Geheimnisverrats erhoben und seine Festnahme beantragt. Die Behörden in Hongkong schickten den Antrag aber als unvollständig zurück. In jedem der Anklagepunkte drohen dem Whistleblower bis zu 10 Jahre Haft. Snowden wird die illegale Weitergabe von Informationen, die die nationale Sicherheit betreffen, sowie die absichtliche Weitergabe von Geheimdienstinformationen und die Entwendung von Staatseigentum vorgeworfen.

    Am Sonntag landete er in einer Aeroflot-Maschine in Moskau, wo er offenbar den Botschafter Ecuadors um politisches Asyl gebeten hat.

    Nach bisherigen Erkenntnissen sollte Snowden weiter nach Havanna fliegen (von Moskau gibt es keine Direktflüge nach Quito). Am Montagmittag flogen Dutzende Journalisten mit einem Linienflug, für den Snowden ein Flugticket gebucht hatte, in die kubanische Hauptstadt. Der gesuchte Informant selbst befand sich jedoch nicht an Bord. Einigen Angaben zufolge wurde der Ex-Geheimdienstler am Montagnachmittag noch im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo gesichtet.

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