09:56 15 Dezember 2018
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    Snowden über Whistleblower: „Those people should be shot in the balls“

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    US-Abhörskandal (486)
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    Auf Whistleblower sollte man schießen – und zwar dorthin, wo es wehtut. Kein anderer als Edward Snowden soll diese Worte der „Washington Post“ zufolge wenige Jahre vor seiner eigenen Karriere als Aufdecker von sich gegeben haben.

    Auf Whistleblower sollte man schießen – und zwar dorthin, wo es wehtut. Kein anderer als Edward Snowden soll diese Worte der „Washington Post“ zufolge wenige Jahre vor seiner eigenen Karriere als Aufdecker von sich gegeben haben.

    Snowden, der die Abhörprogramme „Prism” des amerikanischen Geheimdienstes NSA und „Tempora” des britischen Geheimdienstes GCHQ, das auch deutsche Daten umfasst, enthüllt hatte, soll sich laut den Zeitungsangaben im Januar 2009 bei einem Internet Relay Chat auf der Website arstechnica.com über einen Aufdecker-Artikel in der „New York Times“ echauffiert haben, in dem es um die Gespräche der USA und Israels zum umstrittenen Atomprogramm des Iran ging.

    „Wollen die einen Krieg anzetteln? Mein Gott, die sind wie WikiLeaks. (…) Mist wie das soll doch nicht in die Zeitung kommen“, so Snowden unter seinem Nickname TheTrueHOOHA. Anonymen Informanten, die Zeitungen Geheiminformationen zukommen lassen, „sollte man in die Eier schießen“, äußerte Snowden in diesem Zusammenhang.

    In einer späteren Passage schreibt der IT-Spezialist über „Gefahren für die nationale Sicherheit“: „Das ist doch nicht umsonst Staatsgeheimnis. Nicht, weil ‚Ach, wir hoffen, dass unsere Bürger nichts darüber erfahren’, sondern weil das nicht funktioniert, wenn der Iran erfährt, was wir tun.“

    Der Chat selbst wurde dabei nicht aufgezeichnet, führt die „Washington Post“ aus. Andere Chat-Teilnehmer hätten jedoch Web-Logs gespeichert und der Zeitung zur Verfügung gestellt. Wie das Blatt unterstreicht, hatte Snowden auf der besagten Website für Kommentare einen analogen Nickname gewählt. Im Chat gebe es zwar keine User-Authentifizierung, aber kaum jemand steige unter einem falschen Namen ein.

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