01:18 11 Dezember 2016
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    Assange: Veröffentlichung der NSA-Geheimnisse nicht mehr zu stoppen

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    US-Abhörskandal (486)
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    Geheimnisse des größten US-Spionagedienstes NSA werden weiter an die Öffentlichkeit durchsickern – unabhängig davon, was mit dem Whistleblower Edward Snowden passieren wird, so Julian Assange, Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks.

    Geheimnisse des größten US-Spionagedienstes NSA werden weiter an die Öffentlichkeit durchsickern – unabhängig davon, was mit dem Whistleblower Edward Snowden passieren wird, so Julian Assange, Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks.

    Die Veröffentlichung geheimer Informationen über die NSA-Aktivitäten könne nicht mehr gestoppt werden, sagte Assange, der einst selber geheime US-Unterlagen publik gemacht hat und sich seitdem in der Botschaft Ecuadors in London verstecken muss, am Sonntag in einem Gespräch mit ABC.

    Seine Plattform Wikileaks arbeitet mit dem ehemaligen CIA-Mitarbeiter Snowden zusammen, nachdem dieser Anfang Juni Medien über geheime Späh-Programme der US-Agentur für Nationale Sicherheit (NSA) informiert hatte. Die USA erhoben gegen Snowden Anklage wegen Geheimnisverrats und forderten seine Auslieferung. Der flüchtige Whistleblower versteckte sich zunächst in Hongkong und kam am 23. Juni nach Moskau. Der 30-Jährige hält sich nach russischen Angaben immer noch in der Transitzone des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf und hat laut Medienberichten Ecuador um Asyl ersucht.

    WikiLeaks hatte 2010 mit der Veröffentlichung geheimer US-Berichte zum Afghanistan- und Irak-Krieg weltweit Schlagzeilen gemacht hat. Außerdem stellte WikiLeaks riesige Mengen an geheimen diplomatischen US-Depeschen ins Internet, die wenig schmeichelhafte und manchmal sogar grobe Kommentare über ausländische Spitzenpolitiker enthalten und für diplomatische Spannungen sorgten. WikiLeaks-Gründer Julian Assange geriet daraufhin unter Druck: In Schweden wird er der Vergewaltigung beschuldigt. Der 41-Jährige, der jetzt in Großbritannien lebt und gegen seine Abschiebung nach Schweden kämpft, bezeichnet die Vorwürfe als politisch motiviert.

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