18:36 16 Juli 2018
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    Venezuela: Opposition kritisiert Asylgewährung für Snowden

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    Venezuelas Oppositionsführer und Ex-Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles hat am Freitag die Erklärung von Präsident Nicolas Maduro scharf kritisiert, dem flüchtigen früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, nach dem die US-Justiz fahndet, politisches Asyl zu gewähren.

    Venezuelas Oppositionsführer und Ex-Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles hat am Freitag die Erklärung von Präsident Nicolas Maduro scharf kritisiert, dem flüchtigen früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, nach dem die US-Justiz fahndet, politisches Asyl zu gewähren.

    "Der illegitime Herrscher von Miraflores (Präsidentenpalast) glaubt, dass er durch den hervorgerufenen Skandal um das Thema Asyl die derzeitige Regierungskatastrophe verschleiern kann“, schrieb Capriles auf seinem Twitter-Account.

    Diese Initiative des Staatschefs werde kaum zur Lösung der Probleme verhelfen, vor denen Venezuela stehe. „Die Asylgewährung löst nicht das Problem der wirtschaftlichen Katastrophe, der Rekordinflation, der drohenden Währungsabwertung, der schwindenden Sicherheit und der zunehmenden Warenknappheit“, twitterte Capriles.

    Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hatte laut der nationalen Nachrichtenagentur AVN am Freitag dem ehemaligen US-Geheimdienstler Edward Snowden Asyl angeboten.

    Am selben Tag stellte der nikaraguanische Präsident Daniel Ortega dem von der US-Justiz verfolgten Geheimdienstinformanten ebenfalls Asyl in Aussicht. Er nehme Snowden gerne auf, „wenn es die Umstände zulassen“, so Ortega.

    Nikaragua gehört zu den 21 Ländern, in denen Snowden nach Angaben der Enthüllungsplattform Wikileaks einen Asylantrag gestellt hatte. Frankreich, Italien, die Niederlande, Polen, Österreich, Finnland, Irland und Spanien haben den Asylantrag des Whistleblowers bereits abgelehnt.

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