12:00 17 August 2017
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    Russischer Politiker: USA provozieren Entstehung neuer „Whistleblower“-Fälle

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    Die Methoden, die die USA anwenden, provozieren das Auftauchen von «Whistleblower“ wie Edward Snowden und Julian Assange, sagte Nikita Iwanow, Vizechef des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates (Oberhaus).

    Die Methoden, die die USA anwenden, provozieren das Auftauchen von «Whistleblower“ wie Edward Snowden und Julian Assange, sagte Nikita Iwanow, Vizechef des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates (Oberhaus). 

    „Je aktiver Amerika in solche Operationen verwickelt wird, wie die Hinrichtung von Saddam Hussein, der Staatsstreich in Libyen oder der Putsch gegen Baschar al-Assad, umso weniger Menschen werden bereit sein, dieses Land aus ideologischen Gründen oder aus Sympathie zur amerikanischen Lebensweise zu unterstützen“, äußerte er in einem in der Tageszeitung „Moskowskije Nowosti“ veröffentlichten Interview. „Die Versuche, dies mit etwas zu kompensieren, was außerhalb der Ideologie liegt, etwa mit einem elektronischen Spähsystem, haben auch, wie wir sehen, ihre Grenzen.“ 

    Leute wie Assange und Snowden könnten auch in anderen Ländern auftauchen, fügte er hinzu. 

    Julian Assange hatte 2006 seine Webseite WikiLeaks zur Veröffentlichung verschiedener geheimer Dokumente aufgemacht, die Korruptionsfälle entlarven sollten. Ursprünglich sollten auf diese Weise Korruptionsskandale in Zentralasien, China und Russland ans Tageslicht gezogen werden. Große Aufmerksamkeit wurde zugleich Aktivitäten westlicher Regierungen und Großunternehmen geschenkt. 

    Snowden hatte Anfang Juni vertrauliche Informationen zu den Spähprogrammen der US-Geheimdienste preisgegeben. Die USA fahnden nach ihm wegen Geheimnisverrats und fordern seine Auslieferung. Der  Enthüller versteckte sich zunächst in Hongkong und kam am 23. Juni nach Moskau. Der 30-Jährige hält sich vermutlich immer noch in der Transitzone des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf und hat nach russischen Angaben die Grenze des Landes nicht überquert.

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