08:58 24 August 2017
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    Nahost: Hamas verurteilt “Gemetzel” an Islamisten in Ägypten

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    Die im Gazastreifen regierende islamistische Hamas-Bewegung hat die jüngsten Zusammenstöße der Militärs mit Anhängern des entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi in Kairo als ein „Gemetzel“ bezeichnet, bei dem Dutzende Islamisten ums Leben gekommen sind.

    Die im Gazastreifen regierende islamistische Hamas-Bewegung hat die jüngsten Zusammenstöße der Militärs mit Anhängern des entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi in Kairo als ein „Gemetzel“ bezeichnet, bei dem Dutzende Islamisten ums Leben gekommen sind.

    Mit der vom  Hamas-Politbüromitglied Izzat al-Rishq abgegebenen Erklärung kam aus dem Gazastreifen erstmals eine Stellungnahme zur Lage im benachbarten Land, wo das Militär vergangene Woche den islamistischen Präsidenten Mursi abgesetzt und dadurch Massenproteste seiner Anhänger ausgelöst hatte.

    „Die islamistische Widerstandsbewegung Hamas verurteilt das Gemetzel, dem heute bei Tagesanbruch Dutzende unschuldige ägyptische Bürger zum Opfer gefallen sind. Wir trauern um die Toten und fordern, dem Blutvergießen des ägyptischen Volkes ein Ende zu setzen“, so al-Rishq.

    Laut dem ägyptischen Militär hatte eine bewaffnete Gruppe am frühen Montagmorgen den Sitz der Republikanischen Garde in Kairo angegriffen, weshalb der bewaffnete Gegenschlag der Militärs berechtigt war. Nach offiziellen Angaben sind dabei 42 Menschen getötet mehr als 300 verletzt worden.

    Die Hamas ist die palästinensische Bruderorganisation der Muslimbruderschaft, zu deren konservativem Flügel Mursi gehört. Mit ihm verbanden die palästinensischen Islamisten Hoffnungen auf eine Überwindung der Wirtschaftsblockade sowie der politischen Isoliertheit des Gazastreifens. Nach Mursis Entmachtung schloss Ägypten seinen Grenzübergang zum Gazastreifen bis auf weiteres.

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