18:10 18 August 2018
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    Ecuadors Außenminister zum Fall Assange: London macht einen Fehler

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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange (84)
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    Die britischen Behörden machen laut dem ecuadorianischen Außenminister Ricardo Patino einen Fehler, indem sie WikiLeaks-Gründer Julian Assange nicht erlauben, die Botschaft Ecuadors in London zu verlassen, wo er sich seit über einem Jahr versteckt.

    Die britischen Behörden machen laut dem ecuadorianischen Außenminister Ricardo Patino einen Fehler, indem sie WikiLeaks-Gründer Julian Assange nicht erlauben, die Botschaft Ecuadors in London zu verlassen, wo er sich seit über einem Jahr versteckt.
     
    „Großbritannien wird womöglich irgendwann verstehen, dass es einen enormen Fehler macht und die Rechte eines Menschen verletzt, der die Freiheit verdient“, sagte Patino in einem Interview mit dem Portal Democracy Now.
     
    Nach Worten Patinos habe er bei seinem jüngsten Gespräch mit dem britischen Außenminister William Hague direkt gefragt: „Worauf warten Sie? Warten Sie darauf, dass Herr Assange alt wird und in unserer Botschaft stirbt?“
     
    Patino betonte dabei, dass der Achtung der internationalen Asylabkommen eine zentrale Rolle zukommt. 
     
    Die Bestimmung über das Recht, von Asyl Gebrauch zu machen, sei seinerzeit just auf Initiative Großbritanniens in eine entsprechende Deklaration aufgenommen worden, so der Minister.
     
    Assange wird in Schweden der Vergewaltigung und der sexuellen Belästigung im August 2010 verdächtigt.
     
    Die schwedische Regierung fordert von Großbritannien die Auslieferung des WikiLeaks-Gründers. 
     
    Die Bitte Ecuadors, Assange den Flug nach Quito zu erlauben, wurde von der britischen Seite abgelehnt, die sich auf die Verpflichtungen gegenüber Schweden berief.

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