19:03 16 Oktober 2018
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    Russisches Außenministerium: Keine Kontakte mit Snowden

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    Das russische Außenministerium unterhält laut Minister Sergej Lawrow keinen Kontakt zum US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden, der seit drei Wochen auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo festsitzt und am Freitag Russland um Asyl gebeten hat.

    Das russische Außenministerium unterhält laut Minister Sergej Lawrow keinen Kontakt zum US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden, der seit drei Wochen auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo festsitzt und am Freitag Russland um Asyl gebeten hat.

    „Wir haben keinen Kontakt zu Snowden“, sagte Lawrow am Samstag beim Besuch in Kirgistan. Über das gestrige Treffen des ehemaligen CIA-Mitarbeiters mit Menschenrechtlern habe er aus Medien erfahren.

    Um politisches Asyl in Russland zu bekommen, muss der Bewerber als erster Schritt einen offiziellen Antrag beim Föderalen Migrationsamt stellen, so der Minister auf die Frage, ob die Konsularstelle des Außenministeriums auf dem Flughafen ein Asylgesuch von Snowden bekommen habe.

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    Am gestrigen Freitag hatte Snowden, der nach seinen Enthüllungen vor der US-Justiz auf der Flucht ist, bei einem Treffen mit Bürgerrechtlern angekündigt, er wolle Russland vorübergehend um Asyl bitten. Einige Teilnehmer des Treffens teilten mit, dass der abtrünnige US-Geheimdienstler bereits bei der russischen Migrationsbehörde einen Antrag gestellt habe.

    Das Föderale Migrationsamt bestritt das. Von Snowden seien bislang keine Dokumente eingegangen, sagte die Sprecherin der Behörde Salina Kornilowa am Samstag. „Sobald diese eingehen, werden sie ordnungsgemäß geprüft.“

    Nachdem Snowden Anfang Juni geheime Details zu Spähprogrammen der US-Geheimdienste preisgegeben hat, fahnden die USA nach ihm wegen Geheimnisverrats. Der Enthüller versteckte sich zunächst in Hongkong und kam am 23. Juni nach Moskau. Seitdem sitzt der 30-Jährige im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo fest, weil die USA seinen Pass annulliert haben.

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