07:08 21 September 2017
SNA Radio
    Politik

    Al-Qaida will eigenen Staat im Norden Syriens gründen - Zeitung

    Politik
    Zum Kurzlink
    Unruhen in Syrien (3838)
    0 11 0 0

    Das internationale Terrornetzwerk al-Qaida will in nächster Zeit die Gründung eines „islamischen Staates“ im Norden Syriens verkünden, berichtet die arabischsprachige Zeitung „Asharq Al-Awsat“ am Dienstag unter Berufung auf die Freie syrische Armee (FSA).

    Das internationale Terrornetzwerk al-Qaida will in nächster Zeit die Gründung eines „islamischen Staates“ im Norden Syriens verkünden, berichtet die arabischsprachige Zeitung „Asharq Al-Awsat“ am Dienstag unter Berufung auf die Freie syrische Armee (FSA).

    Die al-Qaida-Kämpfer haben nach Zeitungsangaben vor, die gegen die syrische Armee kämpfenden FSA-Truppen mit Gewalt zu vertreiben und die Grenzübergänge an der syrisch-türkischen Grenze zu besetzen. Damit wollen die Islamisten den Zustrom von Waffen- und Munition aus der Türkei sowie die Einnahmen aus dem Ölschmuggel aus Syrien unter ihre Kontrolle bringen.

    Die FSA will dem Angriff bzw. der Eröffnung einer zweiten Front vorbeugen, denn beides würde die Regimegegner im Kampf gegen das Regime unvermeidlich schwächen.

    Zugleich festigt die FSA ihre Stellungen in den Gebieten bzw. Objekten, wo ein Angriff der Islamisten möglich ist. Nach FSA-Angaben werden die al-Qaida-Kämpfer gleich nach dem Ende des Ramadan (8./9.August) zu aktiven Handlungen übergehen.

    Vorangegangen waren Berichte, dass mit der al-Qaida verbundene Extremisten mehrere FSA-Mitglieder, darunter den ranghohen syrischen Rebellenkommandeur Kamal Hamami, getötet hätten. Bemerkenswert ist dabei, dass die Islamisten und die FSA-Gruppen früher ihre Handlungen bei Gefechten gegen die Regierungstruppen untereinander abgestimmt haben.

    In den Reihen der islamistischen Gruppierungen kämpfen ausländische Söldner, die die Gründung eines Scharia-Staates auf dem Territorium Syriens als Ziel ihres Einsatzes nicht verhehlen.

    Die syrischen Behörden mahnen vor dem wachsenden Einfluss der bewaffneten al-Qaida-Gruppen, darunter der sogenannten al-Nusra Front. Der syrische Außenminister Walid al-Moallem hat zuvor darauf aufmerksam gemacht, dass sich viele FSA-Einheiten der al-Nusra-Front anschließen würden.

    Themen:
    Unruhen in Syrien (3838)