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    Putin: Bolivianischer Präsidentenjet musste wegen Morales’ USA-Kritik zwangslanden

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    US-Abhörskandal (486)
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    Der russische Präsident Wladimir Putin erklärt sich den Zwischenfall mit dem Flugzeug des bolivianischen Präsidenten Evo Morales, dem drei europäische Länder die Überfluggenehmigung entzogen hatten, mit der kritischen Einstellung Morales’ gegenüber den USA.

    Der russische Präsident Wladimir Putin erklärt sich den Zwischenfall mit dem Flugzeug des bolivianischen Präsidenten Evo Morales, dem drei europäische Länder die Überfluggenehmigung entzogen hatten, mit der kritischen Einstellung Morales’ gegenüber den USA. 

    Die Behörden etlicher europäischer Länder hatten Anfang Juli der aus Moskau kommenden bolivianischen Präsidentenmaschine den Überflug verweigert und sie damit zu einer Zwischenlandung in Wien genötigt. Der Grund dafür war die Vermutung, dass sich der US-Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden, nach dem die US-Behörden fahnden, an Bord des Flugzeuges befinden könnte.

    Das Vorgehen der betreffenden Europäischen Staaten ist in Lateinamerika auf scharfe Kritik gestoßen.

    „Menschenrechtstätigkeit ist für diejenigen, die sich damit befassen, aufwendig. Wenn eine solche Aktivität aber unter der Schirmherrschaft der USA erfolgt, von ihnen finanziell unterstützt wird und auf ihrer politischen Informationsversorgung beruht, ist das eine recht bequeme Beschäftigung. Wenn aber irgendjemand die USA selbst kritisieren will, ist das selbstverständlich viel schwieriger. Das Beispiel mit dem Flugzeug des bolivianischen Präsidenten hat dies bewiesen“, sagte Putin am Mittwoch zu Journalisten in Tschita (Ostsibirien).

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