05:59 19 November 2017
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    Westen gesteht seine Niederlage in Syrien ein

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    Großbritannien gibt seine Pläne zur Bewaffnung der syrischen Rebellen auf und vertritt die Meinung, dass der syrische Präsident Baschar Assad noch viele Jahre im Amt bleiben kann.

    Großbritannien gibt seine Pläne zur Bewaffnung der syrischen Rebellen auf und vertritt die Meinung, dass der syrische Präsident Baschar Assad noch viele Jahre im Amt bleiben kann.

    Wie Reuters am Freitag unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, kann  die geplante Friedenskonferenz zur Beilegung des Syrien-Konfliktes frühestens im nächsten Jahr, wenn überhaupt, stattfinden.

    „Großbritannien hat offensichtlich nicht vor, die Aufständischen mit Waffen zu versorgen, in welchem Fall und in welcher Form auch immer“, sagte ein Gesprächspartner der Agentur. Er verwies auf eine frühere Resolution des syrischen Parlaments, laut der einer Beschlussfassung zur Militärhilfe  Konsultationen mit den Parlamentariern vorangehen müssen. 

    Die Veränderung der Position Londons erklärt sich damit, dass sich die Öffentlichkeit Großbritanniens gegen die Bewaffnung der syrischen Opposition einsetzt. Zudem gibt es Befürchtungen, dass die von Großbritannien gelieferten Waffen in die Hände der Islamisten gelangen könnten.

    Es wird ferner die Meinung vertreten, dass die Teilnahme des Iran und der Hisbollah-Bewegung an dem Konflikt das Kräftegleichgewicht zugunsten Assads geändert hat. Nun habe Assad weniger Interesse an den Verhandlungen und der Westen habe keine Strategie zu einer baldigen Konfliktbeendigung, hieß es.

    „Die Situation werde vom Westen anders bewertet“, sagte ein weiterer Experte. „Wir waren der Meinung, dass Assad nur wenige Monate durchhalten könne. Jetzt sind wir der Meinung, dass er mehrere Jahre an der Macht bleiben kann“, betonte der Gesprächspartner der Agentur.

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