15:53 18 Dezember 2017
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    Morales-Zwischenstopp: Bolivien und Mercosur-Länder nehmen Entschuldigungen des Westens an

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    Bolivien und die Mercosur-Länder (Mercosur - Gemeinsamer Markt Südamerikas) haben die Entschuldigungen von europäischen Ländern für den Zwischenfall mit dem Flugzeug des bolivischen Präsidenten Evo Morales angenommen. Die Botschafter dieser Staaten kehren in die jeweiligen Länder zurück.

    Bolivien und die Mercosur-Länder (Mercosur - Gemeinsamer Markt Südamerikas) haben die Entschuldigungen von europäischen Ländern für den Zwischenfall mit dem Flugzeug des bolivischen Präsidenten Evo Morales angenommen. Die Botschafter dieser Staaten kehren in die jeweiligen Länder zurück.

    „Obwohl wir nicht vollständig zufrieden sind, nehmen wir die Entschuldigungen der vier Länder (Frankreich, Spanien, Italien und Portugal) als ersten Schritt an, weil wir die ehrerbietigen Beziehungen zwischen unseren Ländern fortsetzen wollen. Entsprechend haben wir uns geeinigt, dass unsere Botschafter in diese Länder zurückkehren“, sagte der bolivische Präsident.

    Morales hatte am 2. Juli auf dem Rückweg von Moskau nach La Paz ungeplant in Wien zwischenlanden müssen, nachdem mehrere EU-Staaten der Maschine die Überflugrechte verweigert hatten - aus dem Verdacht, dass sich an Bord der flüchtige CIA-Mitarbeiter Edward Snowden befinden könnte. Morales durfte nach 13 Stunden die Reise fortsetzen, nachdem klar wurde, dass Snowden sich nicht im Präsidentenjet versteckte.

    Die Handlungen der EU-Staaten wurden von den lateinamerikanischen Ländern scharf verurteilt.

    Das uruguayische Außenministerium hatte am 12. Juli bekannt gegeben, dass die Mercosur-Länder (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Venezuela und Uruguay) ihre Botschafter in Spanien, Frankreich, Italien und Portugal zu Konsultationen einbestellen.

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