10:47 19 September 2018
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    Fall Snowden bringt Treffen Putin-Obama in Moskau ins Wanken: Weißes Haus will Erfolgsgarantie

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    Der geplante Russland-USA-Gipfel in Moskau wird nach dem positiven Asylbescheid für Edward Snowden immer unwahrscheinlicher. US-Präsident Barack Obama erwartet von Russland Garantien, dass der Gipfel überhaupt Aussicht auf Erfolg hat.

    Der geplante Russland-USA-Gipfel in Moskau wird nach dem positiven Asylbescheid für Edward Snowden immer unwahrscheinlicher. US-Präsident Barack Obama erwartet von Russland Garantien, dass der Gipfel überhaupt Aussicht auf Erfolg hat.

    „Es sieht danach aus, dass die Erklärung des Weißen Hauses nahelegt, dass die Entscheidung Russlands, Snowden temporäres Asyl zu gewähren, den Gipfel zwischen Putin und Obama im September weniger wahrscheinlich macht. Obwohl die Snowden-Frage an und für sich nicht von großer Bedeutung ist. Das ist ein Signal dafür, was Obama von Putin bei künftigen bilateralen Treffen erwarten kann“, äußerte Matthew Rojansky, Direktor des Kennan-Instituts in Washington und Experte auf dem Gebiet der bilateralen Beziehungen.

    „Wenn Obama zum Gipfel reist und mit leeren Händen zurückkehrt, wäre das Zeitverschwendung. Folglich wird das Treffen ohne zusätzliche Versicherungen, dass es vorteilhafte Ergebnisse für die amerikanisch-russischen Beziehungen bringen wird, kaum stattfinden“, fügte Rojansky hinzu.

    Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, hatte am Donnerstag betont, Washington sei äußerst enttäuscht über die Entscheidung, Snowden Asyl zu gewähren. Die USA würden in diesem Zusammenhang die Zweckmäßigkeit des Gipfels in Moskau prüfen, der im Rahmen der Russland-Reise des US-Präsidenten zum G20-Gipfel in Sankt Petersburg im September stattfinden sollte.

    Juri Uschakow, Berater des russischen Präsidenten, bezeichnete hingegen die Frage des Schicksals des ehemaligen CIA-Mitarbeiters Edward Snowden als nebensächlich. Dieses Thema könne sich nicht auf die russisch-amerikanischen Beziehungen auswirken, hieß es.

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