14:21 24 September 2018
SNA Radio
    Politik

    Olympia 2014 in Sotschi: Schwule bleiben vom „Gay-Propaganda“-Verbot verschont

    Politik
    Zum Kurzlink
    Verbot der “Homo-Propaganda” in Russland (104)
    0 20

    Das russische Verbot der „Gay-Propaganda unter Minderjährigen“ wird nicht in Bezug auf die Teilnehmer und Gäste der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 angewandt, versichert Igor Ananskich, Chef des Staatsduma-Ausschusses für Körperkultur, Sport und Angelegenheiten der Jugend.

    Dieser Artikel enthält Informationen, die laut russischem Recht nicht für ein Publikum unter 18 Jahren geeignet sind.

    Das russische Verbot der „Gay-Propaganda unter Minderjährigen“ wird nicht in Bezug auf die Teilnehmer und Gäste der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 angewandt, versichert Igor Ananskich, Chef des Staatsduma-Ausschusses für Körperkultur, Sport und Angelegenheiten der Jugend.

    „Dieses Thema wird während der Spiele nicht angeschnitten“, betonte er Journalisten in Moskau. „Die Spiele sind das größte internationale Ereignis“, so der Abgeordnete, „und unsere Aufgabe besteht darin, maximal korrekt und tolerant zu sein.“ 

    Das Gleiche werde für alle größeren internationalen Wettkämpfe in Zukunft gelten, so Ananskich. 

    Bekanntlich wird die Fußball-WM 2018 in Russland ausgetragen. 

    Am 27. Juli hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) von Russland Garantien dafür bekommen, dass das „Anti-Gay-Propaganda“-Gesetz nicht für die Teilnehmer und Zuschauer der Spiele 2014 in Sotschi gelten wird. Etwas Gegenteiliges äußerte allerdings der russische Sportminister Vitali Mutko am 1. August: „Niemand verbietet einem Sportler mit nichttraditioneller sexueller Einstellung, nach Sotschi zu kommen. Sollte er aber auf die Straße gehen und diese propagieren, so wird er natürlich zur Verantwortung gezogen.“ 

    Präsident Wladimir Putin hatte Russlands Gesetz „Über das Verbot von Gay-Propaganda unter Minderjährigen“ Ende Juni unterzeichnet. Es sieht unter anderem Geldstrafen bis zu 100 000 Rubel (über 2 500 Euro) für natürliche Personen für die Verbreitung von Informationen vor, die bei Kindern „nichttraditionelle sexuelle Einstellungen herausbilden“ und „eine verzerrte Vorstellung von der sozialen Gleichwertigkeit von traditionellen und nicht traditionellen Beziehungen“ hervorrufen könne.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Verbot der “Homo-Propaganda” in Russland (104)