12:22 25 Februar 2018
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    Menschenrechtskommissarin fordert Untersuchung mutmaßlicher Hinrichtung syrischer Soldaten

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Die UN-Kommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay, ruft dazu auf, wegen mutmaßlicher Hinrichtungen von gefangenen syrischen Soldaten durch Rebellen zu ermitteln und die Schuldigen zu bestrafen.

    Die UN-Kommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay, ruft dazu auf, wegen mutmaßlicher Hinrichtungen von gefangenen syrischen Soldaten durch Rebellen zu ermitteln und die Schuldigen zu bestrafen.

    Wie zuvor mitgeteilt wurde, waren im Juli in der Stadt Khan al-Assal bei Aleppo rund 150 gefangene Soldaten und Offiziere der syrischen Regierungstruppen erschossen worden. Es sei auch ein Pogrom begangen worden, nach dem dutzende Zivilisten vermisst würden, hieß es.

    "Es müssen gründliche und unabhängige Ermittlungen geführt werden, um herauszufinden, ob Kriegsverbrechen begangen wurden", wird Pillay in einem am Freitag veröffentlichten Kommuniqué  zitiert.

    Der UN-Kommissarin zufolge haben ihre Mitarbeiter im Internet veröffentlichte Videos untersucht, die die Gefangenen zunächst lebend und dann tot zeigen. „Anhand der von meinem Team vorgenommenen Analyse sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass bei dem auf Video gebannten Zwischenfall mindestens 30 Menschen, vorwiegend Soldaten, hingerichtet wurden“, so Pillay.

    Laut der Kommissarin wurde inzwischen über eine viel größere Zahl der Todesopfer berichtet. Ihre Mitarbeiter würden weiterhin alle Umstände der Tragödie untersuchen, so Pillay.

    Die Ereignisse von Khan al-Assal seien ein Zeugnis von groben Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht, die von den beiden Konfliktseiten begangen würden, unterstreicht die UN-Menschenrechtskommissarin.

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