11:15 15 Dezember 2018
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    Georgien bereit zu Dialog mit Abchasien und Südossetien - Verteidigungsminister

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    Jahrestag des Südossetien-Krieges (30)
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    Die georgische Regierung ist für Verhandlungen mit der Bevölkerung und führenden Vertretern von Abchasien und Südossetien offen und will die Verbindungen mit den beiden Regionen wieder herstellen, so der georgische Verteidigungsminister Irakli Alassanija am Mittwoch in Tiflis.

    Die georgische Regierung ist für Verhandlungen mit der Bevölkerung und führenden Vertretern von Abchasien und Südossetien offen und will die Verbindungen mit den beiden Regionen wieder herstellen, so der georgische Verteidigungsminister Irakli Alassanija am Mittwoch in Tiflis. 

    Am Donnerstag jährt sich die bewaffnete Aggression von Tiflis gegen Südsossetien zum 5. Mal. Die georgischen Truppen hatten in der Nacht zum 8. August 2008 die frühere georgische Autonomie Südossetien überfallen und ihre Hauptstadt Zchinwali größtenteils zerstört. Zum Schutz der Einwohner Südossetiens, von denen viele russische Staatsbürger sind, marschierte die russische Armee auf das Territorium der Region ein und drängte die Angreifer im Rahmen der Operation zur Befriedung Georgiens auf das georgische Gebiet zurück.

    Parallel dazu verdrängte die Armee Abchasiens, das seit 1993 von Georgien faktisch unabhängig war, dessen Truppen aus dem Kodori-Tal an der Grenze. Am 26. August erkannte Russland die Souveränität von Südossetien und Abchasien an, die noch vor dem Zerfall der Sowjetunion um ihre Unabhängigkeit gekämpft hatten. Danach brach Georgien die diplomatischen Beziehungen zu Russland ab.

    Mitglieder der neuen, 2012 gebildeten Regierung Georgiens haben mehrmals geäußert, Gewaltanwendung gegen die unabhängigen Autonomien Südossetien und Abchasien auszuschließen.  

    „Wir wollen die Wirtschaftsbeziehungen mit ihnen (Abchasien und Südossetien) wieder aufnehmen und hoffen, dass dies zustande kommen wird.  Was den politischen Aspekt bzw. die Grenzen betrifft, so handelt es sich hierbei um einen Konflikt zwischen Russland und Georgien. Dieses Problem wird im Format der Genfer Verhandlungen erörtert“, so Alassanija.

    Die Genfer Kaukasus-Diskussionen werden seit Oktober 2008 auf der Grundlage der Vereinbarungen geführt, die im August desselben Jahres in Südossetien getroffen wurden. An den Genfer Verhandlungen sind neben Abchasien, Südossetien und Georgien auch Russland, die USA, die Uno, die OSZE und die EU beteiligt.

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