17:32 02 Juni 2020
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    5. Jahrestag des Krieges mit Georgien: Südossetien gedenkt der Opfer

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    Der von Russland anerkannte Kaukasus-Staat Südossetien begeht den 5. Jahrestag des georgischen Angriffes. In der Nacht zum 8. August 2008 hatte Georgien Panzer nach Südossetien geschickt, um seine seit 1991 abtrünnige Provinz zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört und zahlreiche Zivilisten getötet wurden, konnte erst nach der Intervention russischer Truppen abgewehrt werden.

    Der von Russland anerkannte Kaukasus-Staat Südossetien begeht den 5. Jahrestag des georgischen Angriffes. In der Nacht zum 8. August 2008 hatte Georgien Panzer geschickt, um seine seit 1991 abtrünnige Provinz zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört und zahlreiche Zivilisten getötet wurden, konnte erst nach der Intervention russischer Truppen abgewehrt werden.

    Der südossetische Präsident Leonid Tibilow und weitere Regierungsmitglieder legten am Mittwoch am Stationierungsort der russischen Friedenssoldaten, die dem georgischen Angriff als erste zum Opfer gefallen waren, Blumen nieder. In dem Krieg waren 67 russische Friedenshüter gestorben.

    Dank an russische Soldaten

    Tausende Menschen kamen am Mittwoch auf den Hauptplatz von Zchinwali, um der Kriegsopfer zu gedenken. „Heute gedenken wir jener, die ihre Leben geopfert haben, damit wir in einem freien und anerkannten Südossetien leben“, sagte Präsident Tibilow auf der Kundgebung. „Wir danken dem russischen Volk und den Friedenssoldaten, die uns zur Hilfe gekommen waren.“
        
    Der Krieg und seine Folgen

    Nach russischen Angaben waren erste georgische Granaten um 00:06 Uhr des 8. August in Zchinwali und weiteren südossetischen Orten eingeschlagen. Erst Stunden später entsandte Russland, das viele Jahre Garant der Waffenruhe im Konfliktgebiet war, seine Truppen, die den Vormarsch der georgischen Armee stoppten und diese aus Südossetien drängten.

    Nach dem Fünf-Tage-Krieg erkannte Russland Südossetien und den anderen de-facto-Staat in Georgien, Abchasien, offiziell an. Georgien brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen zu Russland ab und erklärte Südossetien und Abchasien zu besetzten Gebieten.

    Georgien sah sich als Opfer eines russischen Überfalls. In westlichen Medien wurde der Konflikt zunächst als Angriff Russlands auf Georgien dargestellt. Georgiens Präsident Saakaschwili behauptete, dass zuerst russische Panzer die Grenze überquert hätten. Westliche Staaten stellten sich hinter Georgien und warfen Russland „Aggression" vor.

    Dass Georgien den Krieg begann, bestätigte eine EU-Kommission unter Leitung der Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini, die nach monatelangen Ermittlungen im Oktober 2009 ihren Bericht veröffentlichte. Darin hieß es, dass russische, südossetische und abchasische Kampfverbände erst nach dem Angriff der georgischen Armee auf Zchinwali und anliegende Gebiete eingegriffen und die georgische Invasion in Südossetien gestoppt hatten.

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