03:11 19 Januar 2019
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    Alexej Puschkow, Leiter des Ausschusses für internationale Beziehungen des Oberhausesnle

    USA werden von Syrien-Kriegsplänen nicht abrücken – russischer Außenpolitiker

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    Die US-Administration hat bereits eine Entscheidung zugunsten eines Schlags gegen Syrien getroffen und wird nicht mehr davon Abstand nehmen, meint der russische Außenpolitiker Alexej Puschkow.

    Die US-Administration hat bereits eine Entscheidung zugunsten eines Schlags gegen Syrien getroffen und wird nicht mehr davon Abstand nehmen, meint der russische Außenpolitiker Alexej Puschkow.

    „Sie haben meines Erachtens die  politische Entscheidung getroffen, ein solcher Schlag sei notwendig, und werden kaum davon abrücken“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses vor Journalisten am Montag.

    „Der Standpunkt, dass Barack Obama diese Operation insgeheim  nicht will und darauf hofft, dass der Kongress sie nicht genehmigen würde, ist nach meiner Ansicht haltlos, weil sich Obama in diesem Fall in einen geschwächten Präsidenten verwandeln wird“, so Puschkow. „Dies wäre ein schwerer Schlag gegen seine Positionen. Er hat sich viel zu stark für die Idee des Krieges engagiert. Für Obama ist es heute in politischer Hinsicht unannehmbar, den Rückwärtsgang einzulegen.“

    Nun werde die US-Administration alle Kräfte mobilisieren, um „die Kongressabgeordneten entsprechend zu bearbeiten“.

    „Der Krieg in Syrien wird dem amerikanischen Ansehen in der Welt und auch dem Image von Obama einen schweren Schlag versetzen“, so Puschkow. „Obama ist als ein Gegenpol von George Bush ins Weiße Haus eingezogen und hat gleich als Vorschuss den Friedensnobelpreis zuerkannt bekommen – in der Hoffnung, dass er den Weg geht, den er während seiner Wahlkampagne verkündet hat.“ Nun werde aber Obama zu einem „Kriegspräsidenten“.

    Dabei verwies der russische Parlamentarier darauf, dass die bevorstehende Syrien-Kampagne bereits Obamas zweiter Krieg sein werde. „Alle scheinen aus irgendeinem Grund die Libyen-Operation vergessen zu haben“, betonte er.

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