08:32 21 August 2017
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    Irak will Obama zum Stopp der Waffenhilfe für syrische Regimegegner überreden

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki reist in der nächsten Woche in die USA, um mit Präsident Barack Obama die irakische Friedensinitiative für Syrien zu erörtern.

    Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki reist in der nächsten Woche in die USA, um mit Präsident Barack Obama die irakische Friedensinitiative für Syrien zu erörtern.

    „Nuri al-Maliki wird den USA vorschlagen, die Waffenlieferungen an die syrische Opposition einzustellen“, teilte RIA Novosti ein Sprecher der regierenden irakischen Rechtsstaat-Koalition mit. Nach seinen Worten gelangen diese Waffen „in die Hände von Al-Qaida und werden für Angriffe auf das syrische Volk und den Irak genutzt“. Der Irak halte die amerikanische Syrien-Politik, die im Nahen Osten große Erschütterungen ausgelöst habe, für fehlerhaft, sagte der Sprecher weiter. 

    Nuri al-Maliki wurde in die USA eingeladen, nachdem er einen Plan für eine Beilegung des seit mehr als zweieinhalb Jahren andauernden Syrien-Konfliktes vorgeschlagen hatte. Der Plan sieht neben einer totalen Waffenruhe in Syrien und einer Verdrängung der ausländischen Söldner auch vor, die Konfliktparteien notfalls zu Friedensverhandlungen zu zwingen. Zudem sollen andere Staaten ihre Waffenlieferungen an alle Konfliktgegner bzw. deren Finanzierung einstellen.

    In Syrien dauern seit März 2011 Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern an. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten bereits bis zu 100.000 Menschen, darunter 7.000 Kinder, getötet worden. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der syrischen Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen. Die Kriegsgegner beschuldigen sich gegenseitig, chemische Waffen einzusetzen.

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