22:40 22 August 2017
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    Fake oder echt? Rouhani twittert über Internet-Freiheit

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    Wenn es wirklich der iranische Präsident ist, der über Twitter mit einem der Gründer des sozialen Netzwerk plaudert, hat Hassan Rouhani seinem Volk umfassende Social-Networking-Freiheit versprochen.

    Wenn es wirklich der iranische Präsident ist, der über Twitter mit einem der Gründer des sozialen Netzwerk plaudert, hat Hassan Rouhani seinem Volk umfassende Social-Networking-Freiheit versprochen. 

    Ein User mit dem nicht verifizierten Account @HassanRouhani folgt seit 28. September Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey. Am selben Tag hatte dieser gezwitschert, er würde „sich freuen, den iranischen Präsidenten auf Twitter zu sehen“. 

    „Hallo @Jack. Wie ich bereits @camanpour (der CNN-Moderatorin Christiane Amanpour) gesagt habe, sind meine Bemühungen darauf gerichtet, dass meine Leute überall freien Zugang zu allen Informationen haben, das ist ihr Recht“, schrieb @HassanRouhani an den Twitter-Gründer. 

    Da es sich bei dem Konto mit dem Namen des iranischen Staatschefs über keinen verifizierten Account handelt, ist unklar, ob es wirklich Rouhani gehört. 

    Zuvor hatte die Administration des iranischen Präsidenten bekannt gegeben, dass der Staatschef über keine Accounts in den sozialen Netzwerken und Mikroblogs verfügt. Wie Rouhanis Medienberater Mohammad Reza Sadeka mitteilte, hätten Fans und Anhänger des neuen Präsidenten jedoch einige „Websites mit ähnlichen Namen“ erstellt und würden in dessen Namen auftreten. 

    Rouhani hatte kurz davor die baldige Gründung eines Bürgerrechtsausschusses angekündigt und betont, dass Informationsfreiheit ein Menschenrecht sei. 

    Im Iran ist das Internet strenger Zensur unterworfen. Staatliche Einrichtungen und religiöse Institute kontrollieren die Inhalte und den Informationsfluss – Texte, Musik, darstellende Kunst, Fotos und Videos sowie Radio- und TV-Sendungen. 

    Die Internet-Nutzer umgehen die Zensur, indem sie auf private virtuelle Netzwerke (VPN) zurückgreifen. Es handelt sich dabei um Computer, die sich außerhalb des Landes befinden, und über die die Iraner mit Hilfe eigener Programme auf die Webseiten der sozialen Netzwerke gelangen. Die iranische Regierung findet jedoch bereits jetzt immer mehr Möglichkeiten, diese Art von Verbindungen zu blockieren.

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