15:18 19 August 2017
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    Medwedew: Energiekonzerne haben alle Bedrohungen bei Sicherheitskräften zu melden

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    Ermittlungen gegen Greenpeace-Aktivisten in Russland (68)
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    Unternehmen im russischen Brennstoff- und Energiekomplex müssen die Sicherheitskräfte gemäß Anordnung von Regierungschef Dmitri Medwedew von jetzt an über alle Bedrohungen und gesetzwidrige Einmischung in ihre Tätigkeit an Energieobjekten informieren.

    Unternehmen im russischen Brennstoff- und Energiekomplex müssen die Sicherheitskräfte gemäß Anordnung von Regierungschef Dmitri Medwedew von jetzt an über alle Bedrohungen und gesetzwidrige Einmischung in ihre Tätigkeit an Energieobjekten informieren.

    „Der von mir am Mittwoch unterzeichnete Regierungsbeschluss enthält eine Liste von Bedrohungen, die beim Inlandsgeheimdienst FSB, beim Zivilschutzministerium und beim Energieministerium unverzüglich zu melden sind.“ Das sagte Medwedew in Iljinka bei Astrachan in einer Beratung zu Problemen der Bodennutzung und des Transports von Kohlenwasserstoffen im Einzugsgebiet des Kaspischen Meeres.

    „Andererseits sollten die Energiekonzerne für Kontrollen transparent bleiben und einen offenen Dialog mit der Zivilgesellschaft führen.“ Die Gesellschaft müsse wissen, was und zu welchem Zweck Energiekonzerne unternehmen, sagte Medwedew.

    Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace hatten am 18. September in der Petschorasee versucht, die Bohrinsel „Priraslomnaja“ der Gazprom-Öltochter Gazprom Neft zu erstürmen und so gegen die geplante Ölförderung in der ökologisch sensiblen Arktis zu protestieren. Am nächsten Tag seilten sich russische Grenzer an Bord des Eisbrechers ab. Der Kapitän weigerte sich, das Schiff zu steuern, worauf es in den Hafen von Murmansk geschleppt wurde.

    Nach Angaben der Umweltschützer waren an Bord Vertreter der USA, Frankreichs, Italiens, der Ukraine, Kanadas, Neuseelands, Dänemarks, Argentiniens, der Niederlande, Australiens, Brasiliens, der Türkei, Finnlands, Polens, Schwedens und der Schweiz.

    Am Mittwoch hatte ein Gericht in der Hafenstadt Murmansk gegen fünf Greenpeace-Aktivisten Anklage wegen Piraterie erhoben. Wie ein Sprecher der Umweltorganisation mitteilte, stammen die Mitglieder aus Brasilien, Großbritannien, Finnland und Schweden. Piraterie kann in Russland mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden.

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