16:30 16 Februar 2019
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    Jassir Arafat tatsächlich mit Polonium vergiftet? Medizin-Journal bestätigt Giftmord-Gerüchte

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    Todesursache von Jassir Arafat (34)
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    Der 2004 verstorbene Ex-Palästinenserführer Jassir Arafat ist laut einem Bericht in der Fachzeitschrift „The Lancet“ tatsächlich mit radioaktivem Polonium-210 vergiftet worden.

    Der 2004 verstorbene Ex-Palästinenserführer Jassir Arafat ist laut einem Bericht in der Fachzeitschrift „The Lancet“ tatsächlich mit radioaktivem Polonium-210 vergiftet worden.

    Schweizer Wissenschaftler hatten im Jahr 2012 Proben der sterblichen Überreste Arafats und persönliche Gegenstände des ehemaligen Palästinenser-Chefs untersucht. Auf Arafats Zahnbürste, seiner Kleidung sowie in Blut und Harn wurden hochgiftige radioaktive Substanzen nachgewiesen, zitiert der russische Radiosender Echo Moskwy die Zeitschrift.

    Die Untersuchung war an der Universität Lausanne vorgenommen worden, nachdem der arabische Sender Al Jazeera behauptet hatte, Arafat sei vergiftet worden. Arafats Leiche wurde im November 2012 exhumiert.

    Arafat war im November 2004 im Militärkrankenhaus Percy bei Paris im Alter von 75 Jahren an einer „schweren Krankheit“ gestorben. Als inoffizielle Todursache galt Leberversagen. Die Palästinenser hingegen verdächtigten Israel, Arafat vergiftet zu haben.

    Das berühmteste Polonium-Opfer ist der ehemalige russische Geheimdienstler Alexander Litwinenko, der 2006 in einem Londoner Krankenhaus starb. Litwinenko, der seit 2000 im Exil in London lebte, soll die  radioaktive Substanz in den Tee gemischt worden sein. Nach seinem Tod wurden Spuren von Polonium-210 in seinem Körper gefunden. Das medizinische Gutachten zum Tod Litwinenkos ist bis zum heutigen Tag nicht veröffentlicht worden. Die britischen Ermittler sehen hinter dem Litwinenko-Mord seinen ehemaligen KGB-Kollegen Andrej Lugowoi, derzeit Abgeordneter der Staatsduma (russisches Unterhaus). Lugowoi beteuert seine Unschuld.

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