06:50 18 November 2019
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    Lawrow: US-Raketenschild in Europa bedeutet Rückschritt in Beziehungen mit Russland

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    Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow betrachtet Moskau den Aufbau des europäischen Segmentes der US-Raketenabwehr mit Zustimmung der Nato als einen Rückschritt in den Beziehungen mit Russland.

    Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow betrachtet Moskau den Aufbau des europäischen Segmentes der US-Raketenabwehr mit Zustimmung der Nato als einen Rückschritt in den Beziehungen mit Russland.

    Wie Lawrow am Dienstag in Brüssel im Königlichen Institut für internationale Beziehungen Egmont sagte, „werden positive praktische Ergebnisse nur mit Mühe erzielt“. In einigen Richtungen sei sogar ein Rückschritt zu konstatieren.

    Er meine damit den Aufbau des europäische Segmentes des globalen US-Raketenabwehrsystems mit dem Segen der Nato, unter Missachtung der berechtigten Besorgnis Russlands und entgegen der in der OSZE und im Russland-Nato-Rat  mehrfach verkündeten Verpflichtung, die eigene Sicherheit nicht auf fremde Kosten zu festigen, so Lawrow.

    „Solche Schritte führen in die entgegengesetzte Richtung, weit weg von dem von unseren Staatschefs abgesteckten Ziel, einen Raum der gleichen und unteilbaren Sicherheit in der Euro-Atlantischen Region zu schaffen“, sagte der Minister.

    Lawrow äußerte die Hoffnung, dass „die Initiative ‚Helsinki plus 40‘, die in der OSZE diskutiert wird (die strategische Road-Map der OSZE für Sicherheitsfragen), zum Vorankommen in der richtigen Richtung beitragen kann“. 

    Der Minister ging ferner auf „den Mythos über eine Bedrohung vom Osten“ ein. Das Militärbudget Russlands betrage heute nur ein 14-tel im Vergleich zu sämtlichen Militärausgaben der Nato-Länder. Dabei habe  Russland die längste Festlandgrenze, so Lawrow.

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