12:14 23 August 2017
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    Troll im Weißen Haus: US-Sicherheitsberater disste Kollegen via Twitter

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    Die vermeintliche Anonymität im Internet ist einem Mitarbeiter des Weißen Hauses zum Verhängnis geworden: Der Sicherheitsberater ist seinen Job los, nachdem sich herausstellte, dass er über ein Twitter-Konto jahrelang gegen die Leitung der Administration Obama geätzt hatte.

    Die vermeintliche Anonymität im Internet ist einem Mitarbeiter des Weißen Hauses zum Verhängnis geworden: Der Sicherheitsberater ist seinen Job los, nachdem sich herausstellte, dass er über ein Twitter-Konto jahrelang gegen die Leitung der Administration Obama geätzt hatte. 

    Wie Reuter unter Hinweis auf eine Quelle im Weißen Haus meldet, ist der Leiter der Abteilung für Non-Proliferation im Nationalen Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten, Jofi Joseph, der sich zuletzt um das Zustandekommen der Atomgespräche mit dem Iran eingesetzt hatte, nicht mehr in der Präsidentenadministration beschäftigt.

    Obwohl der Kündigungsgrund offiziell nicht genannt wird, dürfte Josephs ungewöhnliche „Nebenbeschäftigung“ den Ausschlag für die Entlassung gegeben haben: Zwei Jahre lang hatte der Berater auf Twitter giftige Kommentare an die Adresse seiner Kollegen verfasst – bis ihm vorige Woche der mittlerweile gelöschte anonyme Account @NatSecWonk zugeordnet wurde. 

    In seinem Twitter-Konto stellte sich Joseph als „scharfsichtiger Beobachter der Außenpolitik“ vor, der „kompromisslos sagt, was alle anderen denken“. 

    Josephs Lieblingsthemen waren laut der Agentur die Karriere-Ambitionen seiner Kollegen im Weißen Haus. Außerdem habe er die Arbeit von Hillary Clinton als US-Außenministerin mit den Worten kritisiert, sie habe „wenig politische Ziele und keinerlei Errungenschaften“ aufzuweisen. 

    Laut der Zeitung „Politico“ hat Joseph eingestanden, der Verfasser der Skandal-Postings gewesen zu sein. Der ehemalige US-Sicherheitsberater bereue seine Tweets, hieß es.

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