06:11 21 Januar 2020
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    Abbas zu Kerry: Palästinenser wollen mit Israel weiter verhandeln

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    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat am Mittwoch US-Außenminister John Kerry die Bereitschaft zugesichert, die Friedensgespräche mit Israel trotz fehlender Anzeichen für Fortschritte fortzusetzen.

    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat am Mittwoch US-Außenminister John Kerry die Bereitschaft zugesichert, die Friedensgespräche mit Israel trotz fehlender Anzeichen für Fortschritte fortzusetzen.

    Kerry hält es nach eigenen Worten für möglich, die Schwierigkeiten zu überwinden, die seit der Aufnahme des Dialoges vor drei Monaten zu Tage getreten waren. Er hoffe, dass bereits in sechs Monaten, die bis zur vereinbarten Frist für die Beendigung der Gespräche geblieben sind, ein Friedensabkommen unterzeichnet werden könne.

    „Präsident Abbas und Kerry behandelten das, was sich in den Gesprächsrunden abgespielt hatte“, teilte der Pressesprecher von Abbas, Nabil Abu Rudeineh, am Mittwoch mit.

    „Abbas bestätigte, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden. Wir sind fest dazu entschlossen, dass diese Verhandlungen zur Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt führen.“

    Die Palästinenser verweisen regelmäßig auf fehlende Fortschritte bei den Verhandlungen und werfen Israel vor, Zeit für Siedlungsbau in den besetzten Gebieten gewinnen zu wollen, wo derzeit bereits über eine halbe Million Israelis wohnhaft sind.

    Die USA akzeptierten die Legitimität des andauernden israelischen Siedlungsbaus nicht, sagte Kerry am Mittwoch in Bethlehem, wo das Treffen stattfand. „Der Bau sollte maximal beschränkt werden, um ein geeignetes Klima für eine effektive Fortsetzung der Verhandlungen zu schaffen“, so Kerry. 
    Zuvor am gleichen Tag hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu vor Kerry geäußert, die Palästinenser  würden weiterhin eine aufwieglerische Tätigkeit betreiben und „künstliche Krisen“ provozieren.

    Bei einem Treffen mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres, das nach seinen Gesprächen mit Netanjahu und Abbas stattfand, betonte Kerry, das Erreichen des Friedens im Nahen Osten sei „keine unerfüllbare Mission“.  „Das kann erfolgen, wird aber von den beiden Spitzenpolitikern große, historische und schwierige Entscheidungen erforderlich machen.“

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