07:04 17 Dezember 2017
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    Neuer Präsident Georgiens will Beziehungen mit Russland verbessern

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    Der neue georgische Präsident Georgi Margwelaschwili hat am Sonntag bei seiner Inaugurations-Rede die Bereitschaft kundgetan, die Normalisierung der Beziehungen mit Russland fortzusetzen.

    Der neue georgische Präsident Georgi Margwelaschwili hat am Sonntag bei seiner Inaugurations-Rede die Bereitschaft kundgetan, die Normalisierung der Beziehungen mit Russland fortzusetzen.

    „Trotz der schwierigen Umstände bekunden wir erneut unsere Absicht, die Beziehungen mit Russland zu vertiefen – gleichlaufend mit der Integration in die euroatlantische und die europäische Struktur“, sagte Margwelaschwili. Dabei würden die Prinzipien der territorialen Integrität und der Souveränität des Landes im Auge behalten, betonte er.

    Auf der Grundlage des gegenseitigen Vertrauens sei es möglich, das Problem der Beziehungen mit Russland zu regeln, betonte er.

    Wegen der abgebrochenen diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten wohnten der Inauguration keine Vertreter Russlands bei.

    Als sich der Sieg von Margwelaschwili bei der Präsidentenwahl am 27. Oktober klar abgezeichnet hatte, sprach Margwelaschwili das Thema der Beziehungen mit Russland als erstes an. Er versicherte, dass es seitens Tiflis keine Aggression gegenüber Russland geben werde. Georgien werde sich gegenüber Russland konstruktiv verhalten und den Wiederaufbau der Beziehungen fortsetzen. Zugleich werde Tiflis an der Politik der Nichtanerkennung der abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien weiter festhalten.

    Nachdem Russland im August 2008 die Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens anerkannt hatte, brach Tiflis die diplomatischen Beziehungen zu Moskau ab und erklärte diese Regionen für besetzt.