02:21 14 November 2018
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    Janukowitsch: Niemand wird Kiew vom europäischen Weg abbringen (Zusammenfassung 23.20)

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    Kiew setzt EU-Assoziierungsverhandlungen aus (285)
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    Niemand wird nach Worten des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch in der Lage sein, die Ukraine vom europäischen Weg abzubringen.

    Niemand wird nach Worten des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch  in der Lage sein, die Ukraine vom europäischen Weg abzubringen.

    „Niemand wird unseren Traum von einer Ukraine gleicher Möglichkeiten, von einer europäischen Ukraine ruinieren“, erklärte Janukowitsch am Montag in einem Appell an die Nation. Er dankte dem Volk für das „zivile Bewusstsein“. Er müsse manchmal schwere Entscheidungen treffen, wobei er riskiere, nicht verstanden zu werden, sagte Janukowitsch.

    „Ich will, dass in unserer großen ukrainischen Familie Frieden und Ruhe herrschten. Ein Familienvater kann seine Angehörigen nicht ohne Stück Brot sitzen lassen. Auch ich habe kein Recht, Menschen im Stich zu lassen, da Produktionen unter dem auf uns ausgeübten Druck stillgelegt und Millionen Beschäftigte auf die Straße geworfen werden könnten.“

    „Ich bitte das Volk, mir Gehör zu schenken. Ich würde nie auch nur einen Schritt tun, der der Ukraine und ihrem Volk Schaden zufügt. Der Wille der Bürger der Ukraine war, ist und bleibt für meine Beschlüsse ausschlaggebend… Ökonomische Probleme sind bei der europäischen Integration immer die schwierigsten gewesen. Aber ich wäre unehrlich gewesen, wenn ich mich nicht über Bedürftige gekümmert hätte.“

    Janukowitsch sagte ferner, dass er nicht recht hätte, wenn er nicht das getan hätte, was für den Erhalt von Arbeitsplätzen notwendig gewesen wäre. Wichtig sei, dass Menschen Löhne, Gehälter und Stipendien erhielten, betonte der Präsident.

    Am vergangenen Donnerstag hatte die Regierung in Kiew das mit der EU geplante Assoziierungsabkommen auf Eis gelegt. Seine Entscheidung begründete das Kabinett unter anderem mit der Notwendigkeit, normale Handelsbeziehungen mit Russland und anderen Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) wiederherzustellen. Die Regierung beauftragte zuständige Ministerien und Ämter, den Dialog mit den Ländern der Zollunion und der GUS zur Aktivierung der handelspolitischen und ökonomischen Beziehungen wiederaufzunehmen.

    Der Beschluss löste heftige Proteste der Anhänger der Eurointegration Kiews im In- und Ausland aus.

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