12:25 19 Februar 2018
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    EU will Beziehungen zu Russland „auffrischen“

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    Russland und die Europäische Union sollten nach dem EU-Gipfel in Vilnius ihre Beziehungen „auffrischen“ und an den Aufbau eines integrierten Raumes von Lissabon bis Wladiwostok herangehen, sagte der Chef der EU-Vertretung in Russland, Vygaudas Usackas, in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview für die Zeitung „Kommersant“.

    Russland und die Europäische Union sollten nach dem EU-Gipfel in Vilnius ihre Beziehungen „auffrischen“ und an den Aufbau eines integrierten Raumes von Lissabon bis Wladiwostok herangehen, sagte der Chef der EU-Vertretung in Russland, Vygaudas Usackas, in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview für die Zeitung „Kommersant“.

    Der EU-Gipfel zur Ostpartnerschaft  beginnt am Donnerstag in Vilnius. Auf der Tagesordnung stehen Assoziierungsabkommen der EU mit Georgien und Moldawien. Ein analoges Dokument sollte auch mit der Ukraine unterzeichnet werden, aber Kiew hat die Vorbereitungen für das jahrelang geplante Abkommen vorerst gestoppt – mit der Begründung, die wirtschaftlichen Beziehungen mit Russland und den anderen GUS-Ländern entwickeln zu müssen. Moskau und Brüssel werfen einander vor, die Ukraine unter Druck zu setzen.

    „Wir möchten den strategischen Dialog mit Russland intensivieren. Die bilateralen Beziehungen müssten nach dem Treffen in Vilnius aufgefrischt werden. Bedauerlicherweise (…) durchleben die Beziehungen zwischen Russland und der EU schwere Zeiten“, so Usackas.

    „Statt uns gegenseitig Vorwürfe zu machen, sollten wir der Erörterung der Perspektiven unserer Zusammenarbeit mehr Zeit widmen. Wir müssen endlich an den Aufbau dessen herangehen, was wir jetzt größtenteils nur besprechen – einen integrierten Raum von Lissabon bis Wladiwostok“, so der EU-Vertreter.

    Usackas verschaffte jedoch keine Klarheit über die Frage, ob das geplante  Abkommen über die Visaerleichterung zwischen Russland und den europäischen Ländern beim Russland-EU-Gipfel im Januar (2014) unterzeichnet wird. Er könne noch keine Prognose darüber stellen, so Usackas.

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