22:19 21 Februar 2018
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    Auch Japan schickt Kampfjets in „Sperrzone“ – China bleibt cool

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    Gebietsstreit zwischen China und Japan (69)
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    Nach den US-Bombern haben auch japanische Kampfjets die von China eingerichtete „Luftverteidigungszone“ durchflogen. Von Seiten Chinas blieb eine Reaktion zunächst aus, wie die Zeitung Asahi unter Berufung auf Quellen im japanischen Verteidigungsministerium berichtete.

    Nach den US-Bombern haben auch japanische Kampfjets die von China eingerichtete „Luftverteidigungszone“ durchflogen. Von Seiten Chinas blieb eine Reaktion zunächst aus, wie die Zeitung Asahi unter Berufung auf Quellen im japanischen Verteidigungsministerium berichtete.

    Japanische Maschinen seien ohne vorherige Anmeldung über die Region geflogen, die China in der vergangenen Woche zu seiner „Luftverteidigungszone“ erklärt hatte, so die Zeitung weiter. Dennoch habe China keine Abfangflugzeuge abheben lassen.

    China hatte am Samstag über den Senkaku-Inseln (chinesisch: Diaoyu) im Ostchinesischen Meer eine „Luftverteidigungszone“ ausgerufen. Das Verteidigungsministerium in Peking veröffentlichte unter Androhung militärischer Maßnahmen Anweisungen, die Flugzeuge in dieser Zone beachten sollen. Unter anderem sollen genaue Flugpläne und eindeutige Identifizierungsangaben vorgelegt werden. Die Inseln, die nach dem Zweiten Weltkrieg unter Kontrolle der USA waren, sind umstritten, seit sie 1972 zusammen mit der Insel Okinawa an Japan übergeben wurden.

    Japan, aber auch die USA, Südkorea und andere Staaten kritisierten die Entscheidung Pekings. Die japanische Regierung forderte die einheimischen Fluggesellschaften auf, die „Sperrzone“ zu ignorieren. Dennoch informierten zwei japanische Fluggesellschaften am Montag China aus Sicherheitsgründen über ihre Flüge nach Taiwan. Am Dienstag durchflogen zwei US-Langstreckenbomber vom Typ B-52 die chinesische „Luftverteidigungszone“, ohne dass China darauf reagierte.

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