14:22 20 Oktober 2018
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    Vitali Klitschko: Merkel und Janukowitsch werden über EU-Assoziierung der Ukraine sprechen

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    Kiew setzt EU-Assoziierungsverhandlungen aus (285)
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    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich nach Angaben des ukrainischen Boxweltmeisters und Oppositionspolitikers Vitali Klitschko am Freitag in Vilnius mit dem Staatschef der Ukraine Viktor Janukowitsch treffen, um über das ausgesetzte EU-Assoziierungsabkommen zu sprechen.

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich nach Angaben des ukrainischen Boxweltmeisters und Oppositionspolitikers Vitali Klitschko am Freitag in Vilnius mit dem Staatschef der Ukraine Viktor Janukowitsch treffen, um über das ausgesetzte EU-Assoziierungsabkommen zu sprechen.

    „Ich weiß, dass Angela Merkel morgen persönlich den Präsidenten der Ukraine Janukowitsch treffen wird. Es werden Fragen besprochen, die für die Unterzeichnung des Abkommens über Assoziierung notwendig sind“, sagte Klitschko am Donnerstag in Vilnius. Er bezeichnete den Druck, die die ukrainische Öffentlichkeit mit ihren Massendemonstrationen für eine EU-Annäherung macht, als „entscheidenden Faktor“ für die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens.

    Das Presseamt des ukrainischen Präsidenten konnte auf Anfrage der RIA Novosti zunächst keinen Termin Janukowitschs mit Merkel bestätigen.

    In der Hauptstadt Litauens beginnt am Donnerstag der zweitägige Ortpartnerschafts-Gipfel. Es war geplant, dass die Ukraine bei dem Gipfel ein Abkommen über Assoziierung und freien Handel mit der EU unterzeichnet. Doch in der vergangenen Woche setzte die Regierung in Kiew die Vorbereitungen auf das Assoziierungsabkommen überraschend aus. Stattdessen soll der Handel mit Russland wiederbelebt werden. Zur Begründung hieß es, dass die Assoziierung der Ukraine hohe Kosten verursachen sowie dem Handel mit Russland und anderen GUS-Staaten schaden werde.

    Die Entscheidung stieß bei der EU und der ukrainischen Opposition auf heftige Kritik. Zehntausende Regierungsgegner gingen zu Massenprotesten auf die Straße. Laut einer Studie des Kiewer Statistik-Instituts ist der Anteil der Anhänger und Gegner der EU-Integration mit jeweils rund 40 Prozent gleichgroß.

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