16:47 18 Oktober 2018
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    Pro-EU-Proteste in Kiew: Spezialeinheit schützt Lenin-Statue

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    Teilnehmer an den Pro-EU-Massenprotesten in Kiew haben am späten Sonntagabend versucht, eine Lenin-Statue umzustürzen.

    Teilnehmer an den Pro-EU-Massenprotesten in Kiew haben am späten Sonntagabend versucht, eine Lenin-Statue umzustürzen.

    Die Demonstranten hatten an dem Lenin-Denkmal zunächst die Aufschrift „Hoch lebe die Nation“ angebracht, und dann eine Metalleiter aufgestellt, um das Monument zu Fall zu bringen,  berichtet ein RIA-Novosti-Korrespondent. Die Polizei-Spezialeinheit Berkut griff ein und umstellte unter „Schande!“-Rufen von einigen hundert Protestteilnehmern die Statue des Kommunistenführers.

    Laut Augenzeugenberichten setzten die Ordnungshüter Leuchtraketen ein, einige Protestler sollen mit Gegenständen auf die Beamten geworfen haben. Die Scheiben eines Polizeiautobusses wurden eingeschlagen. 

    Wie Pressedienst der Kiewer Polizei RIA Novosti mitteilte, mussten acht Mitarbeiter mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei zog sich nach 23 Uhr von dem Lenin-Denkmal zurück. Einige Protestteilnehmer befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch am Ort des Geschehens, die Leiter, mit deren Hilfe Lenin hätte zu Boden gehen sollen, wurde jedoch entfernt. 

    Am Montagmorgen ist eine Protest-Kolonne mit ukrainischen Fahnen vom Unabhängigkeitsplatz in Richtung des Regierungssitzes und der Präsidentenadministration aufgebrochen, so der RIA-Novosti-Korrespondent vom Schauplatz der Pro-EU-Massenaktionen. 

    Die Regierungsgegner blockieren die Zufahrten und Eingänge ins Kabinettsgebäude. Insbesondere der Zugang, durch den laut dem Oppositionellen Juri Luzenko Premier Nikolai Asarow in die Arbeit fährt, wird von Dutzenden Menschen und einem grellfarbigen Sportwagen versperrt. Die Polizei hält sich im Hintergrund.

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