09:04 18 Juli 2018
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    Proteste in Kiew: Schirinowski rät Janukowitsch zu Ausnahmezustand

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    Pro-EU-Proteste in Kiew (416)
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    Angesichts der andauernden Massenproteste in Kiew empfiehlt der russische Politexzentriker Wladimir Schirinowski dem ukrainischen Staatschef Viktor Janukowitsch, den Ausnahmezustand auszurufen.

    Angesichts der andauernden Massenproteste in Kiew empfiehlt der russische Politexzentriker Wladimir Schirinowski dem ukrainischen Staatschef Viktor Janukowitsch, den Ausnahmezustand auszurufen.  

    Janukowitsch hätte jegliche Demonstrationen hart unterbinden müssen, sagte Schirinowski, Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei Russlands (LDPR) am Montag nach Angaben seines Presseamtes. „Unter diesen Umständen ist der Präsident voll berechtigt, den Ausnahmezustand zu verhängen, Truppen einziehen zu lassen und zu einem anderen Gerichtssystem zu wechseln.“

    Die Massenproteste in der Ukraine bezeichnete Schirinowski als Versuch eines Staatsstreichs. Er riet dem ukrainischen Präsidenten, die drei Oppositionsparteien Swoboda, Batkiwschtschyna und Udar, die ihre Anhänger auf die Straße rufen, zu verbieten und der Opposition die Beziehungen zum Westen zu kappen. Denn hinter den Unruhen stünden „gekaufte Leute.“

    Die ukrainische Regierung hatte rund eine Woche vor der Unterzeichnung eines Assoziierungs- und Freihandelsabkommens mit der EU die Vorbereitungen darauf überraschend ausgesetzt. Stattdessen soll der Handel mit Russland wiederbelebt werden. Die Entscheidung löste heftige Proteste der Opposition aus. Am Samstag löste die Polizei eine Demo in Kiew auf. Am Sonntag gingen bis zu eine halbe Million Menschen in Kiew auf die Straße. Die Demo endete mit Krawallen.

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