10:41 27 September 2016
Radio
Politik

Prinz von Bahrain: US-Nahost-Politik treibt arabische Länder in Russlands Arme

Politik
Zum Kurzlink
07101

Die unbeständige Nahost-Politik der USA kann laut dem Kronprinz von Bahrain dazu führen, dass sich die Schlüsselländer der Region von ihrem westlichen Verbündeten auf eine engere Annäherung mit Russland umorientieren.

Die unbeständige Nahost-Politik der USA kann laut dem Kronprinz von Bahrain dazu führen, dass sich die Schlüsselländer der Region von ihrem westlichen Verbündeten auf eine engere Annäherung mit Russland umorientieren.

Die Administration von US-Präsident Barack Obama, die eine „veränderliche und reaktionäre“ Außenpolitik betreibe, könnte in Kürze ihren Einfluss unter den arabischen Ländern einbüßen,  so der erste Vizepremier und Kronprinz von Bahrain, Salman bin Hamad Al Khalifa, in einem Interview mit dem britischen „Telegraph“.

Al Khalifa zufolge sind die Beziehungen der USA mit vielen Nahost-Ländern nach Abschluss des umstrittenen Atom-Abkommens mit dem Iran angespannt. Kritik in der Region löste auch die Haltung des Westens während der jüngsten Krise um die syrischen C-Waffen aus. Die Initiative zu deren Lösung ging von Moskau aus.

„Die Russen haben bewiesen, dass sie zuverlässige Freunde sind. Im Ergebnis denken einige Staaten der Region schon daran, ihre Beziehungen zu diversifizieren und sich nicht nur auf Washington zu verlassen. Die USA leiden, wie es scheint, an Schizophrenie, wenn sie mit der arabischen Welt zu tun haben“, so Al Khalifa.

Bahrain ist unter den Golfländern, die die Aufrufe Washingtons zur Entmachtung des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak im Jahr 2011 verurteilt hatten. Mubarak galt als einer der Verbündeten der USA in der Region.

Nach Worten Al Khalifas war die US-Haltung in der Ägypten-Krise ein weiteres Beispiel für die unberechenbare Politik der Vereinigten Staaten im Nahen Osten.

GemeinschaftsstandardsDiskussion
via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
Top-Themen