07:47 14 November 2018
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    Pussy-Riot-Aktivistin Aljochina aus Haft entlassen

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    Gerichtsprozess gegen Pussy Riot (176)
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    Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina ist am Montag aus der Strafkolonie im Gebiet Nischni Nowgorod freigelassen worden, teilte ihr Anwalt Pjotr Saikin mit.

    Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina ist am Montag aus der Strafkolonie im Gebiet Nischni Nowgorod freigelassen worden, teilte ihr Anwalt Pjotr Saikin mit. 

    Wie der Jurist mitteilte, war er am Montag um acht Uhr in der Früh in die Strafanstalt gerufen worden, wo er in Anwesenheit von Aljochina über ihre Freilassung informiert wurde. Höchstwahrscheinlich werde sie im Laufe des Tages mit dem Zug nach Hause abreisen. 

    Aljochina durfte die Strafanstalt dank einer Amnestie vorfristig verlassen, die von der Staatsführung Russlands anlässlich des 20. Jahrestages der Verabschiedung der Verfassung beschlossen worden war. 

    Fünf Frauen in Sturmmasken und greller Kleidung, Mitglieder der Punk-Band Pussy Riot, hatten im Februar 2012 in der Moskauer Erlöserkathedrale, dem wichtigsten Gotteshaus der russisch-orthodoxen Kirche, ihr „Punkgebet“ aufgeführt. Das Video der Performance wurde im Internet veröffentlicht und sorgte landesweit für großes Aufsehen.

    Im August 2012 verurteilte ein Gericht in Moskau Nadeschda Tolokonnikowa (23), Maria Aljochina (24) – beide Mütter kleiner Kinder – sowie Jekaterina Samuzewitsch (30) wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“ zu je zwei Jahren Haft. Samuzewitsch wurde kurz danach auf Bewährung freigelassen. Das Hafturteil löste geteilte Reaktionen in der russischen Öffentlichkeit aus und stieß im Westen auf Kritik. Der Menschenrechtsrat des Kreml äußerte Bedenken gegen das Urteil.

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