02:59 15 November 2018
SNA Radio
    Politik

    IWF fordert von Kiew Entwertung nationaler Währung – Premier Asarow

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Der Internationale Währungsfonds hat von der Ukraine als eine der Bedingungen für die Kreditgewährung gefordert, die nationale Währung Griwna um ein Drittel bis die Hälfte zu entwerten. Das teilte der ukrainische Premier Nikolai Asarow dem Ersten nationalen Fernsehsender am Freitag mit.

    Der Internationale Währungsfonds hat von der Ukraine als eine der Bedingungen für die Kreditgewährung gefordert, die nationale Währung Griwna um ein Drittel bis die Hälfte zu entwerten. Das teilte der ukrainische Premier Nikolai Asarow dem Ersten nationalen Fernsehsender am Freitag mit.

    „Eine der vom IWF gestellten Bedingungen ist eine weitgehende Entwertung der nationalen Währung. Das bedeutet, dass der (US-)Dollar statt acht Griwna um 50 bis 100 Prozent mehr kosten soll“, so Asarow. Ihm zufolge ist diese Bedingung ebenso wie die Forderung des IWF, die Gastarife für die Bevölkerung anzuheben, für die Regierung unannehmbar. 

    Kiew ist bemüht, im Rahmen eines neuen IWF-Kreditprogramms rund 15 Milliarden US-Dollar aufzunehmen. Die Zeit des bisherigen Kreditprogramms für die Ukraine, das im Jahr 2010 eingeleitet worden war, ist im Dezember 2012 abgelaufen. 

    Der IWF schlägt eine Liste von Reformen zur Bekämpfung der Herausforderungen vor, mit denen die ukrainische Wirtschaft konfrontiert ist. Dazu gehören ein flexiblerer Währungskurs, eine Ausgabenkürzung, die Anhebung der Stromtarife sowie strukturmäßige Reformen für ein besseres Geschäftsklima und zur Förderung des Wirtschaftswachstums.

    In der Sitzung der russisch-ukrainischen zwischenstaatlichen Kommission am 17. Dezember unter Leitung der Präsidenten Russlands und der Ukraine, Wladimir Putin und Viktor Janukowitsch, waren etliche Vereinbarungen, darunter über den Kauf ukrainischer Eurobonds für 15 Milliarden US-Dollar durch Russland, getroffen worden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren