09:32 12 Dezember 2017
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    Hubschrauberdeal: Irak schickt russische „Night Hunter“ gegen Terroristen

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    Der Irak hat aus Russland eine zweite Lieferung von Kampfhubschraubern des Typs Mi-28NE „Night Hunter“ bekommen. Die Maschinen sollen umgehend mit Waffen bestückt und in den Kampf gegen Terroristen geschickt werden, wie RIA Novosti aus dem irakischen Parlament erfuhr.

    Der Irak hat aus Russland eine zweite Lieferung von Kampfhubschraubern des Typs Mi-28NE „Night Hunter“ bekommen. Die Maschinen sollen umgehend mit Waffen bestückt und in den Kampf gegen Terroristen geschickt werden, wie RIA Novosti aus dem irakischen Parlament erfuhr.

    „Die 13 russische ‚Night Hunter’ sind am Freitag im Hafen Umm Qasr (Südirak) eingetroffen“, teilte der Abgeordnete Fuad al-Dorki von der irakischen Regierungskoalition mit. Nach seinen Worten sollen die Hubschrauber schon bei der laufenden Offensive gegen die dschihadistische Gruppe „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ zum Einsatz kommen, die die Stadt Falludscha in der westlichen Provinz al-Anbar unter ihre Kontrolle gebracht hat. Der Abgeordnete rief die Weltgemeinschaft und vor allem Russland auf, die irakische Armee im Krieg gegen das Terrornetzwerk Al Qaida und dessen Ableger zu unterstützen.

    Der Irak hat insgesamt 40 Hubschrauber der Typen Mi-35 und Mi-28NE bestellt. Die ersten Mi-28NE trafen Anfang November im Irak ein und nehmen bereits an den Anti-Terror-Einsätzen teil. Die Hubschrauber-Lieferung ist Teil eines Mega-Deals mit einem Gesamtwert von 4,2 Milliarden US-Dollar, der 2012 geschlossen wurde und Russland zum zweitgrößten Waffenlieferanten des Irak nach den USA macht.

    Das irakische Parlament legte den Deal wegen Verdachts auf Korruption zuerst auf Eis, gab jedoch schließlich grünes Licht. Was genau geliefert wird, ist offiziell nicht bekannt. Nach Medienberichten bestellten die Iraker Flugabwehrsysteme vom Typ Panzir-S sowie Kampfhubschrauber.

    Bis 1990 war die Sowjetunion wichtigster Waffenlieferant für den Irak gewesen. Nach dem ersten Golf-Krieg wurde diese Kooperation wegen des internationalen Embargos eingestellt.

     

     

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