11:23 20 Oktober 2018
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    Die russische Kriegsmarine in Tartus (Archivbild)

    Kriegsschiffe Russlands und Chinas sichern ersten C-Waffentransport aus Syrien

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    C-Waffen in Syrien (598)
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    Die russische und die chinesische Kriegsmarine haben gemeinsam dem ersten C-Waffentransport aus Syrien Schutzgeleit gegeben. Es handelt sich um das erste militärische Zusammenwirken eines russischen und eines chinesischen Kriegsschiffes in der Geschichte, wie es aus Moskau hieß.

    Die russische und die chinesische Kriegsmarine haben gemeinsam dem ersten C-Waffentransport  aus Syrien Schutzgeleit gegeben. Es handelt sich um das erste militärische Zusammenwirken eines russischen und eines chinesischen Kriegsschiffes in der Geschichte, wie es aus Moskau hieß.

    Am 7. Januar haben der russische Atomkreuzer „Pjotr Weliki“ und das chinesische Küstenschutzschiff „Yan Chen“ das dänische Spezialschiff „Ark Futura“ Schutzgeleit gegeben, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Der dänische Frachter hat erste syrische Kampfstoffe außer Landes gebracht. „Die Aufgabe wurde erfolgreich erfüllt“, hieß es weiter. Erstmals in der Geschichte haben die Kriegsschiffe beider Staaten bei einer militärischen Operation kooperiert. Der Atomkreuzer „Pjotr Weliki“ befinde sich im Mittelmeer, um den Abtransport von Kampfstoffen aus Syrien weiter abzusichern.

    Laut einem Plan der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hätten die gefährlichsten Kampfstoffe bis zum 31. Dezember aus Syrien abtransportiert werden sollen. Wegen dem andauernden Krieg in dem vorderasiatischen Land konnte diese Deadline nicht eingehalten werden.

    In Syrien dauern seit März 2011 Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern an. Die Konfliktgegner beschuldigten sich mehrmals gegenseitig, chemische Waffen eingesetzt zu haben. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten bereits bis zu 100.000 Menschen, darunter 7.000 Kinder, getötet worden. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der syrischen Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen.

    Die syrische Regierung hatte sich im September bereit erklärt, all ihre Chemiewaffen-Vorräte unter internationaler Kontrolle vernichten zu lassen. Ende Oktober teilte die OPCW mit, dass alle Produktionsstätten für C-Waffen in Syrien bereits zerstört und alle chemischen Waffen der syrischen Regierung sicher versiegelt seien. Sie sollen ins Ausland gebracht und bis Juli 2014 vernichtet werden.

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