05:38 23 Oktober 2018
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    Russland weist US-Journalist wegen überzogener Aufenthaltsfrist aus

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    Russland hat den Journalisten David Satter des Landes verwiesen. Weil der US-Amerikaner sich mehrere Tage ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in Russland aufgehalten hat, darf er in den nächsten fünf Jahren nicht mehr einreisen.

    Russland hat den Journalisten David Satter des Landes verwiesen. Weil der US-Amerikaner sich mehrere Tage ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in Russland aufgehalten hat, darf er in den nächsten fünf Jahren nicht mehr einreisen.

    Das Moskauer Bezirksgericht Taganski sprach Satter der Verletzung des russischen Migrationsrechts schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte. Ihr zufolge hat Satter eine Rechtsverletzung im Sinne des Artikels 3 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (Verletzung der Einreise- bzw. Aufenthaltsregeln) begangen. Gegen ihn sei eine Geldbuße von 5000 Rubel (ca. 110 Euro) verhängt worden. Zudem hat das Gericht beschlossen, dass Satter Russland binnen fünf Tagen nach dem Inkrafttreten des Urteils verlassen soll. Das Urteil sei bereits am 29. November gefällt worden, teilte die Sprecherin weiter mit. Der Journalist habe keine Berufung eingelegt.

    Das russische Außenministerium informierte seinerseits, dass Satter vor dem Gericht seine Schuld eingestanden habe und dass gegen ihn ein fünfjähriges Einreiseverbot verhängt worden sei. Satter war am 21. November 2013 mit einem Akkreditierungsausweis von Radio Liberty/Free Europe nach Russland eingereist und hätte noch am selben Tag bei der Migrationsbehörde ein Visum beantragen müssen, was er jedoch erst am 26. November tat, so das Außenamt. „Vom 22. bis 26. November hielt sich der US-Bürger faktisch illegal in Russland auf.“

    Der ehemalige Korrespondent der Financial Times und Autor mehrerer Bücher über Russland und die Sowjetunion hatte ab September in Moskau gearbeitet. Im Dezember reiste er nach Kiew, um bei der dortigen russischen Botschaft sein Visum verlängern zu lassen.

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