15:33 15 Oktober 2018
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    Moslembrüder wollen Verfassungsreferendum in Ägypten vereiteln: Ein Toter bei Unruhen

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    Massentumulte in Ägypten (193)
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    Bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Anhängern der Moslembruderschaft, die das in Ägypten laufende Referendum zur Frage einer neuen Verfassung vereiteln will, ist laut einheimischen Medienberichten ein Mensch ums Leben gekommen.

    Bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Anhängern der Moslembruderschaft, die das in Ägypten laufende Referendum zur Frage einer neuen Verfassung vereiteln will, ist laut einheimischen Medienberichten ein Mensch ums Leben gekommen.

    Der Zwischenfall erfolgte in der Provinz Beni-Suef beim Versuch feindselig gestimmter Islamisten, sich einem Wahllokal anzunähern. Die Sicherheitskräfte eröffneten das Feuer, wobei einer der Moslembrüder getötet wurde. 

    Auch in anderen Teilen Ägyptens gibt es Unruhen. So haben Demonstranten in der Provinz Gisa die Arbeit von zwei Wahllokalen für mehrere Stunden lahmgelegt. Die Blockade wurde von der Polizei wieder aufgehoben. 

    Die islamistische Vereinigung der Moslembrüder hat einen Boykott gegen das Referendum ausgerufen. Etliche Mitglieder der Moslembruderschaft riefen ihre Anhänger in Sozialnetzwerken dazu auf, die Volksabstimmung zu vereiteln. 

    Wie ägyptische Medien unter Berufung auf das Innenministerium berichten, sind an einem Ort in der Provinz Manufiya gleichzeitig fünf Sprengladungen entdeckt worden. 

    Die Abstimmung findet am heutigen Dienstag und am Mittwoch statt. Nach Angaben der Obersten Wahlkommission des Landes stehen mehr als 52 Millionen Bürger auf den Wählerlisten. Die Ergebnisse des Referendums sollen 72 Stunden nach der Schließung der Wahllokale bekannt gegeben werden.
    Die ägyptischen Behörden haben besondere Vorkehrungen getroffen, um den korrekten Ablauf der Abstimmung sicherzustellen. Die Wahllokale werden von mehr als 400 000 Polizisten und Militärs bewacht.

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