07:23 15 Dezember 2017
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    NSA überwacht Computer auch offline – Russlands Militär mit Miniwanzen ausspioniert?

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    US-Abhörskandal (486)
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    Die National Security Agency (NSA) hat in 100 000 Computer weltweit ihre Spähprogramme gespeist, die es erlauben, auf Geräte und private Netzwerke auch im Offline-Modus heimlich zuzugreifen, berichtet die Online-Ausgabe der„New York Times“ unter Hinweis auf US-Cybersicherheits-Experten und Materialien von „Whistleblower“ Edward Snowden.

    Die National Security Agency (NSA) hat in 100 000 Computer weltweit ihre Spähprogramme gespeist, die es erlauben, auf Geräte und private Netzwerke auch im Offline-Modus heimlich zuzugreifen, berichtet die Online-Ausgabe der„New York Times“ unter Hinweis auf US-Cybersicherheits-Experten und Materialien von „Whistleblower“ Edward Snowden. 

    Obgleich die Installierung der Spy-Software über das Internet die Hauptmethode der NSA sei, verfüge die Überwachungsbehörde auch über eine Geheimtechnologie, die es möglich mache, ohne eine Internetverbindung auf Computer zuzugreifen und Cyber-Attacken zu starten, so die US-Zeitung. 

    Das Programm mit dem Codenamen „Quantum“ funktioniert laut der „New York Times“ über Radiowellen, die über heimlich in die Computer eingebaute Mikro-Wanzen bzw. von Agenten, Herstellern oder nichts ahnenden Nutzern an die Computer angeschlossene USB-Geräte Daten übermitteln. 

    Die geheime Software soll seit 2008 unter anderem zur Überwachung der Militärnetzwerke Russlands, zum Abhören der internen Kommunikation von Polizei bzw. Drogenkartellen in Mexiko, zur Spionage in diversen EU-Handelsbehörden und auch in Netzwerken in Saudi-Arabien, Indien und Pakistan eingesetzt worden sein.

    Unter NSA-Vertretern gelten derartige Programme nicht als Eingriff vonseiten der US-Behörde, sondern als „aktiver Schutz“ vor ausländischen Cyber-Angriffen. Wie die „New York Times“ ausführt, liegen derzeit noch keine Beweise vor, dass die Spyware auch innerhalb der USA angewendet wurde. 

    Am Freitag wird ein Statement von US-Präsident Barack Obama erwartet, in dem er Reformen der NSA ankündigen soll. Der Skandal um die Überwachungstätigkeit der Agentur war im Sommer 2013 nach Enthüllungen Ex-Mitarbeiters Edward Snowden über das Geheimprogramm Prism losgebrochen, mit dem die US-Geheimdienste Daten bei den weltgrößten Internet-Firmen wie Google und Facebook gesammelt hatten.

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