11:48 13 Dezember 2017
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    Ex-Pentagon-Chef: USA hielten Südkorea von massivem Angriff auf Nordkorea ab

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    Dass der Schusswechsel zwischen Nord- und Südkorea im Jahr 2010 nicht in einen regelrechten Krieg ausgewachsen war, ist ein Verdienst der Vereinigten Staaten von Amerika – dies behauptet der frühere US-Verteidigungsminister Robert Gates in seinen Memoiren.

    Dass der Schusswechsel zwischen Nord- und Südkorea im Jahr 2010 nicht in einen regelrechten Krieg ausgewachsen war, ist ein Verdienst der Vereinigten Staaten von Amerika – dies behauptet der frühere US-Verteidigungsminister Robert Gates in seinen Memoiren.

    In der Autobiografie „Duty: Memoirs of a Secretary of War" („Pflicht: Erinnerungen eines Kriegsministers“) schreibt Gates, von 2006 bis 2011 US-verteidigungsminister, dass der nordkoreanische  Beschuss der südkoreanischen Insel Yeonpyeong  im Jahr 2010 „eine gefährliche Krise“ in Seoul ausgelöst habe.

    Die südkoreanische Regierung um den damaligen Präsidenten Lee Myung-bak wollte mit einem harten und „nach unserer Einschätzung nicht angemessen aggressiven“ Gegenschlag unter Einsatz der Luftwaffe und der Artillerie antworten, zitiert die Agentur AFP aus Gates’ Erinnerungen. „Wir waren besorgt, dass die Spannungen weiter eskalieren.“ Nach dem Angriff Nordkoreas hätten US-Präsident Barack Obama, die damalige Außenministerin Hillary Clinton und er selbst tagelang auf Kollegen in Südkorea eingeredet,  um das Land von einem massiven Militärschlag  abzuhalten. „Schließlich  antwortete Südkorea mit einem Artillerieschlag gegen jene nordkoreanischen Batterien, die den Konflikt ausgelöst hatten.“

    Die südkoreanische Regierung hat auf Anfrage der Agentur AFP jede Stellungnahme zu den Erinnerungen des amerikanischen Ex-Verteidigungsministers verweigert.

    Nordkorea hatte am 23. November 2010 die südkoreanische Insel Yeonpyeong im Gelben Meer angegriffen. Südkorea erwiderte das Feuer. Bei dem Beschuss der Insel, die nahe der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer liegt, waren vier Südkoreaner getötet und 17 weitere verletzt worden.

    Zwischen Nord- und Südkorea gibt es seit dem Krieg von 1952/53 keinen Friedensvertrag. Der Krieg wurde mit einem Waffenstillstandsabkommen beendet. Die USA, deren Armee auf der Seite Südkoreas gekämpft hatte, unterhalten im Süden der Korea-Halbinsel immer noch 28.000 Soldaten. Das kommunistische Nordkorea erkennt die von den Vereinten Nationen zum Ende des Koreakriegs 1953 einseitig gezogene Seegrenze nicht an.

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